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CD-Besprechung

Jan Vogler
My Tunes 2

Jan Vogler<br />My Tunes 2

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8

Klangqualität:
Klangqualität: 8

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 7

Besprechung: 30.08.10

Sony Classical 88697690332

1 CD • 53min • 2010

Vielleicht sind Cellisten bisweilen frustriert über die (relative) Beschränktheit ihres einschlägigen Repertoires. Der 46jährige Jan Vogler – einst Solocellist bei der Sächsischen Staatskapelle, seit 1997 solistisch tätig und neuerdings Intendant der Dresdner Musikfespiele – hat einen Ausweg gefunden: Er versammelt auf aktuellen CDs lauter Lieblingsstücke. Das tut er jetzt bereits zum zweitenmal, und das gar nicht geheime Motto heißt nach einem Mendelssohn-Lied Auf den Flügeln des Gesanges, ausgehend von der Erkenntnis, dass das Cello der menschlichen Stimme am nächsten stehe. Kurzum, Vogler singt und schwelgt auf seinen vier Saiten, was das Zeug hält. Er kann es, sein Ton gibt sich quasi-vokal, allerdings – weil das Cantabile fast penetrant im Vordergrund steht – ist das auch mit einer gewissen Monotonie behaftet, ein permanentes Wohlklang-Musizieren.

Dazu musste Jan Vogler – nebst ein paar wenigen Originalkreationen (Saint-Saëns, Fauré, Glasunow – zu Bearbeitungen greifen. Das ist im Original die menschliche Stimme (am kuriosesten sicher in Richard Wagners Wesendonck-Lied Träume), mitunter aber auch die abwärts transponierte Geige frei nach Paganini oder gar ein ganzes Orchester, etwa bei Rimsky-Korssakoffs unverwüstlichem Hummelflug (der eigentlich ein Zwischenspiel aus der Oper Das Märchen vom Zaren Saltan ist).

Wenn bei der Bewertung die Noten für die künstlerische Qualität (Vogler beherrscht sein Cello souverän) und für den Gesamteindruck auseinanderklaffen, so liegt das nicht zuletzt an der Absicht dieser CD: Sie will leicht verdauliche Schmankerl für ohrwurmliebende Gourmets bereithalten. Das ist ihr allerdings weitgehend gelungen.

Mario Gerteis † [30.08.2010]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 C. Saint-Saëns Der Schwan (aus: Karneval der Tiere) 00:02:33
2 N. Paganini Cantabile D-Dur op. 17 00:03:31
3 F. Mendelssohn Bartholdy Auf Flügeln des Gesangs op. 34 Nr. 2 00:01:53
4 C. Saint-Saëns Allegro appassionato op. 43 00:04:00
5 G. Fauré Elégie c-Moll op. 24 00:05:17
6 N. Rimsky-Korssakoff Der Hummelflug (arr. Manfred Grafe) 00:01:18
7 F. Schubert Ave Maria (arr. Manfred Grafe) 00:03:15
8 N. Paganini Moses-Variationen (arr. Manfred Grafe) 00:07:19
9 Cavatina op. 85 Nr. 3 (arr. Manfred Grafe) 00:03:42
10 A. Glasunow Melody op. 20 Nr. 1 00:06:43
11 F. Kreisler Farewell to Cucullain (arr. Manfred Grafe) 00:03:15
12 Chr.W. Gluck Orpheus und Eurydike (Melodie) 00:02:42
13 R. Wagner Träume (aus: Wesendonck-Lieder) 00:04:05
14 A. Piazzolla Oblivion 00:03:12

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Jan Vogler Violoncello
Dresdner Kapellsolisten Orchester
Helmut Branny Dirigent
 
88697690332;0886976903329

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