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CD-Besprechung

C.F. Abel & J.C. Bach Chamber Music

Accent ACC 24221

1 CD • 63min • 2009

10.05.2010

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 9
Klangqualität:
Klangqualität: 9
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 9

Vielfältig sind die Verbindungen Carl Friedrich Abels (1723-1787) mit der Familie Bach: Schon sein Vater Christian Ferdinand Abel wirkte unter Kapellmeister Johann Sebastian Bach als Gambist am Köthener Hof. Carl Friedrich schließlich besuchte die Leipziger Thomasschule, als Vater Bach dort Kantor war und wurde 1748 auf dessen Empfehlung an Johann Adolph Hasse in Dresden „Kammermusikus des Königs von Polen“. 1757 von den Auswirkungen des Siebenjährigen Krieges aus Dresden vertrieben, kam er 1759 nach einer Odyssee über Süddeutschland und Paris nach London, das für den Rest seines Lebens die Heimstätte wurde. 1762 langt der jüngste Bach-Sohn Johann Christian in der englischen Metropole an, und zwischen den beiden Musikern entsteht eine fruchtbare Künstlerfreundschaft; ab 1763 teilen sie sich eine gemeinsame Junggesellenwohnung. 1764 gründen sie die „Bach-Abel Concerts“, diese Konzertreihe waren die ersten Abonnementskonzerte in London, sie fanden zeitweise wöchentlich statt und stellten 17 Jahre lang Höhepunkte im Londoner Musikleben dar. Diese Konzerte waren Meilensteine in der Entwicklung des bürgerlichen Konzertlebens, ohne sie als musikhistorische Zwischenstationen wäre Joseph Haydns Erfolg im öffentlichen Konzertleben anlässlich seiner beiden Londoner Reisen kaum denkbar gewesen.

Ein Konzert lief damals anders ab als heutzutage: Sinfonien, Instrumentalkonzerte, Opernarien und Kammermusik wurden in abwechslungsreicher Reihenfolge dargeboten, wichtige Programmpunkte waren auch Improvisationen – von Johann Christian Bach zweifellos am Klavier dargeboten, Carl Friedrich Abel steuerte Stücke für Gambe solo bei, von denen die vorliegende CD zwei Beispiele bietet.

Die Musiker des Ensembles Il Gardellino haben für ihre CD ein anspruchsvolles und abwechslungsreiches Kammermusikprogramm aus der Feder von Bach und Abel zusammengestellt, wie es durchaus seinerzeit im Rahmen der Bach-Abel Concerts hätte erklingen können. Charme, Eleganz und Klarheit prägen die Interpretationen der Musiker und machen das Anhören dieser in vielfarbiger Instrumentation dargebotenen Musik zu einem unterhaltsamen Genuss. Damit setzt Il Gardellino die Intentionen der Herren Bach und Abel noch nach über zwei Jahrhunderten in mustergültiger Weise um.

Detmar Huchting [10.05.2010]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Johann Christian Bach
1Quartett Nr. 1 B-Dur Warb B60 für Oboe, Violine, Viola da gamba und Violoncello 00:10:14
Carl Friedrich Abel
3Quartett B-Dur op. 8 Nr. 2 WKO 62 für Flöte, Violine, Tenor und Violoncello 00:13:03
Johann Christian Bach
6Quintett F-Dur op. 11 Nr. 3 Warb B73 für Flöte, Oboe, Violine und B.c. 00:10:08
Carl Friedrich Abel
8Sonate Nr. 24 d-Moll WKO 209 (aus: 27 Stücke für Viola da gamba solo) – Adagio 00:03:02
9Sonate Nr. 22 d-Moll WKO 207 (aus: 27 Stücke für Viola da gamba solo) – Allegro 00:02:46
10Quartett G-Dur WKO 227 für Flöte, Violine, Viola da gamba und Violoncello 00:09:04
Johann Christian Bach
12Sextett C-Dur Warb B78 für Fortepiano, Oboe, Violine, Violoncello und 2 Hörner 00:14:09

Interpreten der Einspielung

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