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CD-Besprechung

Accent ACC 24183

1 CD • 57min • 2006

17.12.2007

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 9
Klangqualität:
Klangqualität: 10
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 10

Eine Generation älter als Wolfgang Amadeus Mozart, aber ebenso wie diesem, ein nur allzu kurzes Leben war Ernst Eichner (1740–1777), einem Komponisten aus dem Umfeld der Mannheimer Schule beschieden. 1768 wurde er zum Konzertmeister an den Zweibrücker Hof berufen (der auch rein geographisch schon enge Beziehungen zum nahe gelegenen Mannheim pflegte), fünf Jahre später finden wir ihn als hoch gerühmten Fagottvirtuosen bei den Londoner Bach-Abel-Konzerten, und noch im gleichen Jahr nimmt er eine Stellung am Hof in Potsdam an, wo er 1777 – im Alter von nur 37 Jahren – stirbt.

Zu Eichners Lebzeiten zählte man ihn zu den hoffnungsvollsten musikalischen Talenten Deutschlands, Charles Burney und Christian Daniel Schubart äußerten sich enthusiastisch über sein Fagottspiel, und bei einem Sinfoniewettbewerb erreichte er – nach Christian Cannabich – den zweiten Preis. 1772 erschienen (gleichzeitig in London, Amsterdam und Paris!) seine hier (ohne Tasteninstrument) eingespielten Sechs Quartette für Flöte, Violine, Viola und Bass op. 4. Nur allzu gerne möchte ich Bernhard Blattmann, dem Autor des Beiheft-Textes, darin beipflichten, dass diese Werke den Vergleich mit Zeitgenossen wie Cannabich, Toeschi, ja sogar mit Johann Christian Bach und Mozart nicht scheuen müssen!

Jan de Winne trifft mit seinem süffigen Traverso-Ton den luziden Charakter dieser kammermusikalischen Juwelen auf das Schönste, wie überhaupt das gesamte Ensemble und auch die Tontechnik sich der Wiederbelebung Eichners Musik mit Feuereifer widmen. Lediglich Primgeiger Ryo Terakados Spiel scheint mir manchmal etwas zu routiniert vordergründig und vermag nicht immer die Farbigkeit und Flexibilität seines Traverso-Kollegen zu erreichen.

Es ist diesen Quartetten nur zu wünschen, dass sie ihren verdienten Platz im heutigen Konzertrepertoire einnehmen. Einen besseren Fürsprecher als Jan de Winne und Il Gardellino hätten diese herrlichen Kompositionen nur schwerlich finden können.

Heinz Braun [17.12.2007]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Ernst Eichner
1Quartett in D op. 4 Nr. 1 für Flöte, Violine, Viola und Violoncello 00:10:36
2Quartett in G op. 4 Nr. 2 für Flöte, Violine, Viola und Violoncello 00:10:29
5Quartett in d op. 4 Nr. 3 für Flöte, Violine, Viola und Violoncello 00:09:39
7Quartett in D op. 4 Nr. 4 für Flöte, Violine, Viola und Violoncello 00:08:04
9Quartett in C op. 4 Nr. 5 für Flöte, Violine, Viola und Violoncello 00:09:04
11Quartett in g op. 4 Nr. 6 für Flöte, Violine, Viola und Violoncello 00:09:02

Interpreten der Einspielung

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