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CD-Besprechung

Naxos 8.660183-84

2 CD • 2h 21min • 2003

13.01.2006

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 6
Klangqualität:
Klangqualität: 6
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 6

Der stetig fortschreitende Rossini-Zyklus bei Naxos hat bislang bei den bekannteren Werken (Barbiere, Cenerentola, Tancredi) preiswerte Alternativen zu den zahlreichen Referenzaufnahmen der großen Firmen geboten und ansonsten den Katalog durch Repertoire-Neuheiten bereichert (L’equivoco stravagante, Matilde di Shabran).

Bei diesem Live-Mitschnitt aus Chieti dürfte jedoch die attraktive Konkurrenz aus jüngerer Zeit (Philips, Decca) die Marktchancen erheblich mindern. Zwar zeigt der Dirigent Marzio Conti, der auf einen schlanken, schwerelosen Rossini-Klang bei überwiegend sehr raschen Tempi setzt, durchaus das nötige Knowhow, um sich neben Neville Marriner und Riccardo Chailly behaupten zu können, aber weder das Orchester noch die Sänger sind seinen Vorgaben technisch gewachsen, so daß hier die Kluft zwischen Wollen und Können oftmals sehr hörbar wird.

Diese Unzulänglichkeiten könnte man bei einer Live-Aufnahme vielleicht noch durchgehen lassen, wenn sich die nötige Spiellaune vermitteln würde. Doch da ist weitgehend Fehlanzeige. Rossinis komödiantischer Witz teilt sich kaum in Ansätzen mit. Vor allem die drei Buffonisten, stimmlich auch eher uninteressant, machen so gut wie nichts aus ihren Rollen. Natale de Carolis, der es schon von den Mitteln her nicht mit Simone Alaimo und Michele Pertusi aufnehmen kann, singt den Part des Selim lieblos herunter. Der noch sehr junge Massimiliano Gagliardo ist schon vokaldramaturgisch eine Fehlbesetzung für den alten Geronio, und er kann dieses Manko nicht durch Charakterisierungskunst ausgleichen. Vollends farblos bleibt der Dichter von Piero Guarnera, der sich zum Stichwortgeber reduziert. Amedeo Moretti als Tenorliebhaber Narciso hat Probleme in der Höhe und mit der Koloratur. Begabter und jedenfalls noch entwicklungsfähiger scheint mir da der junge Tenorino Daniele Zanfardino zu sein, der in der kleinen Partie des Albazar aufhorchen läßt. Am überzeugendsten ist die Griechin Myrtò Papatanasiu, eine mehr lyrische als kokette Fiorilla, deren Gesangsstil an die Tradition Graziella Sciuttis anschließt.

Ekkehard Pluta [13.01.2006]

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