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CD-Besprechung

A. Bliss

Naxos 1 CD 8.557641

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 10

Klangqualität:
Klangqualität: 10

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 10

Besprechung: 06.10.05

Klassik Heute
Empfehlung

Naxos 8.557641

1 CD • 65min • 2004

Diese neue Produktion mit dem Royal Scottish National Orchestra unter David Lloyd Jones ist eine hoch erfreuliche Bereicherung: Der Dirigent, der sich bei Naxos schon seit über zehn Jahren für das wenig bekannte Schaffen von Arthur Bliss einsetzt, hat sich diesmal des Ballettes Checkmate (Schachmatt) angenommen – neben der Colour Symphony (Naxos 8.553460) die wohl bedeutendste Komposition des 1975 verstorbenen ìMaster of the Queenís Musickeî. Üblicherweise hört man nur die Konzertsuite, die Bliss später zusammengestellt hat. Für den Dirigenten geht hier ein lang gehegter Wunsch in Erfüllung: Für Hyperion durfte er vor Jahren ebenfalls nur die Suite einspielen (Hyperion 66436). Doch hier ist endlich einmal das gesamte Werk zu hören – ein einfach hinreißendes Stück, mit 55 Minuten immerhin genau so lang wie Ravels berühmtes Daphnis und Chloe und seit seiner Uraufführung 1937 eines der bedeutendsten britischen Ballette überhaupt. Erst in der kompletten Fassung läßt sich die raffinierte thematische Konzeption und quasi-sinfonische Konstruktion dieser gnadenlosen musikalischen Schachpartie nachvollziehen, die damit endet, daß die schwarze Königin den roten König mit der Lanze tötet.

Eine ebenfalls höchst erfreuliche Bereicherung ist das meines Wissens bislang noch nicht auf CD verfügbare Ballett Mêlée Fantasque, mit dem Bliss 1921 gewissermaßen seine Karriere als Orchesterkomponist begann – der eben Dreißigjährige durfte es in diesem Jahr auf Einladung von Sir Henry Wood bei den Londoner Proms selbst dirigieren. Es gehört ungeachtet seiner Kürze von zwölf Minuten zu den großen, kraftvoll-visionären Werken, die sich nach dem ersten Weltkrieg in England schlagartig Gehör verschafften, und wäre mit Holsts Planets, Vaughan Williamsí dritter Sinfonie sowie Baxí erster Sinfonie in einem Atemzug zu nennen. Lloyd-Jones lief in den Aufnahmesitzungen zu einer persönlichen Höchstform auf; die Orchestermusiker folgten ihm hellwach und mit größtem Einsatz.

Dr. Benjamin G. Cohrs [06.10.2005]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 A. Bliss Mêlée fantasque (1921)
2 Checkmate (1936/1937)

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Royal Scottish National Orchestra Orchester
David Lloyd-Jones Dirigent
 
8.557641;0747313264124

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