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CD-Besprechung zum Thema
Streichquintette

Pan Classics 10178

1 CD • 64min • 2004

10.10.2005

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 10
Klangqualität:
Klangqualität: 10
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 10

Klassik Heute
Empfehlung

Seinen Abschied von den Konzertpodien der Welt hat das Wiener Strichsextett nach fünfundzwanzigjähriger höchst erfolgreicher Karriere im Herbst 2004 mit einem Konzert in London genommen. Mit der vorliegenden CD verabschiedet sich das für seine Einspielungen mehrfach preisgekrönte Ensemble nun auch vom Aufnahmestudio und von seiner treuen Fan-Gemeinde.

Mit der Programmauswahl bleiben die Wiener bis zuletzt ihrer Praxis treu, das überschaubare Repertoire für Streichsextett und -quintett durch stimmige Arrangements geeigneter Werke zu ergänzen – in diesem Fall Richard Wagners Wesendonk-Lieder in einer Bearbeitung durch den Cellisten des Ensembles Rudolf Leopold, der auch als Professor an der Musikuniversität in Graz wirkt. Zusammen mit Bruckners großem F-Dur-Quintett schließt sich das Programm zu einem wundervollen Abschiedsgeschenk.

Die Wiener Musiker – neben Rudolf Leopold sind die Geiger Erich Höbarth und Peter Matzka, die Bratscher Thomas Riebl und Siegfried Führlinger sowie die Cellistin Susanne Ehn beteiligt – ziehen hier noch einmal alle Register ihres Könnens. Wir bewundern die gestalterische Souveränität, mit der Bruckners sinfonische Weiträumigkeit ausgeleuchtet wird, die Wendigkeit und das gemeinsame Atmen im Zusammenspiel ebenso wie die warme Fülle des Wohlklangs. In der außerordentlichen Homogenität des Spiels spiegelt sich die Erfahrung von an die achthundert gemeinsamen Konzertauftritten.

Auch Wagners Lieder (deren Orchesterfassung mit Ausnahme der Träume ohnehin nicht von Wagner selber stammt) besitzen in der Version dieses Ensembles eine starke, absolut authentische Überzeugungskraft. Die Mezzo-Sopranistin Michelle Breedt, seit fünf Jahren Mitglied der Wiener Staatsoper, singt mit unverbrauchter, schöner Stimme und großem Ausdruck. Nur ganz selten verrät die Vokalfärbung, dass Deutsch nicht ihre Muttersprache ist. Das Sextett weiß hervorragend auf die Sängerin einzugehen und sie in allen Ausdrucksbereichen zu unterstützen. Dabei vollbringen die Streicher wahre Wunder an Farbigkeit und nuancierter Klanggestaltung. Man wird das Wiener Streichsextett vermissen.

Sixtus König † [10.10.2005]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Anton Bruckner
1Streichquintett F-Dur WAB 112
Richard Wagner
2Wesendonk-Lieder (Bearb. für Streichsextett)

Interpreten der Einspielung

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