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CD-Besprechung

F. Chopin

Hyperion 2 CD/SACD surround SACDA 67371/2

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 9

Klangqualität:
Klangqualität: 10

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 9

Besprechung: 16.02.05

Hyperion SACDA 67371/2

2 CD/SACD surround • 2h 13min • 2004

Wie kann man sich täuschen?! Nach ihren ersten, blassen Einspielungen, den in letzter Zeit kräftigeren, aufführungspraktisch kompetenten, wenn auch nicht unbedingt mitreißenden Bach-Einspielungen hätte ich mir Angela Hewitt schwerlich als Chopin-Interpretin vorstellen können. Es fehlte mir in ihrem Spiel eine unhäusliche, ja verwerfliche Note etwa in Richtung Martha Argerich.. Und nun bietet diese in jeder Hinsicht umsichtige, verantwortungsvolle, allem Anschein nach selbstlose, uneigennützige Interpretin ein ungemein bedachtes, dabei stets fließendes, in allen Fragen des Rubatos, der vitalen Begleitstimmendosierung ansprechendes, ja fesselndes Chopin-Programm. Nichts an extravaganter Nocturne-Entzauberung à la Weissenberg (EMI), nichts an übertriebener Gefühligkeit stört den Fortgang der insgesamt 21 Stücke, die - sinnvollerweise - ihrer Entstehung nach geordnet wurden. Das heißt: am Beginn des Quasi-Zyklus’ stehen die beiden posthum herausgegebenen Nocturnes in cis-Moll und c-Moll. Folgerichtig wäre es gewesen, auch das e-Moll-Opus (72,1) voranzustellen, aber da scheint die Diktatur der Zahlen und der lexikalischen Tradition doch stärker gewesen zu sein.

Was man auf der ersten SACD der Doppel-SACD-Kassette vorenthalten bekommt – nämlich die vier Impromptus –, erweist sich bei sozusagen gewendetem Hinschauen und dann auch beim Hinhören als gut 20-minütige Chopin-Beglückung. Es ist der unbeschwerte, unspektakuläre Fluß dieser Deutungen, der in einer Welt der verzerrten, verzerrenden Musikgrimassen mit friedlicher Autorität für Solidität und Wahrhaftigkeit einsteht. Und dies alles getragen von einer vorbildlichen Aufnahmeregie, die dem Instrument genau jene Klangrealität sichert, die man von Konzerten da und dort in schwebender, aber doch griffiger Erinnerung hat.

Peter Cossé † [16.02.2005]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 F. Chopin Nocturne b-Moll op. 9 Nr. 1
2 Nocturne Es-Dur op. 9 Nr. 2
3 Nocturne H-Dur op. 9 Nr. 3
4 Nocturne F-Dur op. 15 Nr. 1
5 Nocturne Fis-Dur op. 15 Nr. 2
6 Nocturne g-Moll op. 15 Nr. 3
7 Nocturne Nr. 7 cis-Moll op. 27 Nr. 1
8 Nocturne Nr. 8 Des-Dur op. 27 Nr. 2
9 Nocturne B-Dur op. 32 Nr. 1
10 Nocturne As-Dur op. 32 Nr. 2
11 Nocturne Nr. 13 c-Moll op. 48 Nr. 1
12 Nocturne Nr. 14 fis-Moll op. 48 Nr. 2
13 Nocturne f-Moll op. 55 Nr. 1
14 Nocturne Es-Dur op. 55 Nr. 2
15 Nocturne H-Dur op. 62 Nr. 1
16 Nocturne E-Dur op. 62 Nr. 2
17 Nocturne e-Moll op. 72 Nr. 1
18 Impromptu Nr. 1 As-Dur op. 29
19 Impromptu Nr. 2 Fis-Dur op. 36
20 Impromptu Nr. 3 Ges-Dur op. 51
21 Impromptu Nr. 4 cis-Moll op. 66 (Fantaisie-Impromptu)

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Angela Hewitt Klavier
 
SACDA 67371/2;0034571573717

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