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CD-Besprechung

Meyerbeer in Italy

Meyerbeer in Italy

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8

Klangqualität:
Klangqualität: 8

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Besprechung: 04.12.02

Opera Rara ORR222

1 CD • 68min • 1990-2000

Meyerbeer haftete lange Zeit der Vorwurf, ein musikalisches „Chamäleon“ zu sein, an: wie es gewünscht wurde konnte er sich dem italienischen Stil ebenso anpassen wie dem franzöischen, alles ganz nach Belieben. Heute hat sich über die Position Meyerbeers eine ganz andere, weniger abschätzige Ansicht gebildet. Trotzdem – der Ruhm seiner französischen Opern verdunkelt das wichtige italienische Kapitel im Schaffen des Komponisten. Immerhin sind es sechs große Opernwerke, die zwischen 1819 und 1824 in Venedig, Mailand, Turin und Padua ihre Uraufführung erlebten. Wenn auch vieles davon ganz unverkennbar im Fahrwasser Rossinis dahinsegelt, so läßt sich doch auch das individuelle, vor allem das deutsche Element nicht ganz verleugnen: gemeint ist damit die preußische Militärmusik, deren Klang der gebürtige Berliner von Jugend an gleichsam „im Ohr“ hatte und die er in alle seine Opernkompositionen hineintrug, in die italienischen ebenso wie in die französischen.

Das Pasticcio mit Meyerbeer-Raritäten bietet eine gute Möglichkeit des Kennenlernens und wird wohl auch zu näherer Beschäftigung mit diesem Thema anregen. Die Produktionen von Opera rara bieten dazu beste Gelegenheit: Gesamtaufnahmen vom Il crociato in Egitto (ORC10) und von Margherita d’Anjou (die aber erst im September 2003 erscheinen wird). Die Szenen und Arien sind zum Großteil ausgesprochene Virtuosenstücke. Der fabelhafte Tenor Bruce Ford fühlt sich da ganz in seinem Metier, er prunkt in der Arie des Adriano aus dem Crociato nicht allein mit glänzenden Spitzentönen sondern erweist sich darüber hinaus als Vortragskünstler von hoher Kultur und Noblesse. Die Vokalsolistinnen (Yvonne Kenny, Diana Montague, Della Jones) können mit solcher Bravour nicht ganz mithalten, bieten jedoch anständige und beachtliche Leistungen, denen sich auch der Tenor Chris Merritt und der Bassist Alistair Miles anschließen.Chor und Orchester unter David Parry verkörpern hohen Standard.

Clemens Höslinger [04.12.2002]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 G. Meyerbeer Queste destre l'acciaro di morte (aus: Il crociato in Egitto)
2 Che barbaro tormento! (aus: Romilda e Costanza)
3 Il piacer, la gioja scenda (aus: Semiramide riconosciuta)
4 Di gioja, di pace (aus: Emma di Resburgo)
5 Ah! Non ti son più cara (aus: Il crociato in Egitto)
6 Pensa, e guarda. Amico, all'erta! (aus: Margherita d'Anjou)
7 Cara mano dell'amore (aus: Il crociato in Egitto)
8 Sì, mel credi (aus: L' esule di Granata)
9 Sogni, e ridenti (aus: Il crociato in Egitto)

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Bruce Ford Leicester - Tenor
Chris Merritt Tenor
Bronwen Mills Sopran
Anne Mason Mezzosopran
Yvonne Kenny Alcina
Diana Montague Mezzosopran
Della Jones Mezzosopran
Alastair Miles Baß
Geoffrey Mitchell Choir Chor
Philharmonia Orchestra London Orchester
Royal Philharmonic Orchestra Orchester
David Parry Dirigent
 
ORR222;0792938022222

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