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Meldung vom 26.09.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Staatstheater Mainz ist Opernhaus des Jahres

Votum der Kritikerumfrage des Fachmagazins "Opernwelt"

Das Staatstheater Mainz ist Opernhaus des Jahres! Jedes Jahr wird mit Spannung das Votum der Kritikerinnen und Kritiker in der Umfrage des renommierten Magazins Opernwelt erwartet. 40 haben dieses Jahr abgestimmt, am 25. September wurde das Ergebnis im Jahrbuch veröffentlicht. „Das Wunder von Mainz“, schreibt der Chefredakteur der Opernwelt, Jürgen Otten, „was Intendant Markus Müller und sein Team in der Saison 2025/26 unter dem Brecht’schen Motto [Denn wovon lebt der Mensch] auf die Bühne zauberten, besaß höchste Qualität und zeigte darüber hinaus eine politische Wachsamkeit, die man nicht in jedem Musentempel antrifft. Gleich drei Stücke von jüdischen Komponisten des 20. Jahrhunderts standen auf dem Programm – Korngolds Tote Stadt, Ullmanns Kaiser von Atlantis und Julia Kerrs Oper Der Chronoplan, die in Mainz als szenische Uraufführung herauskam, dazu in einer stringenten wie klugen Inszenierung. Starke Regiehandschriften bestimmten auch den Rest der Spielzeit. Einen solch subtilen Falstaff hat man selten gesehen,

auch die Lesart von Missy Mazzolis Filmvertonung Breaking the Waves stieß weit über Mainz hinaus auf sehr breite Zustimmung. Damit zurück zur Frage: Denn wovon lebt der Mensch? Unter anderem von gutem Theater.“

Freude über die Anenerkennung der künstlerischen Arbeit

Das ist nicht weniger als eine Sensation. Denn zwischen den großen Opernhäusern, die in den letzten Jahrzehnten diese Ehrung für sich in Anspruch nehmen durften, sind wir, zumal als Mehrspartenhaus, mit mehr als deutlichem Abstand das kleinste. Nach Zürich, Frankfurt, Genf, Lyon, Stuttgart, München, Brüssel und anderen höchstkarätigen Bühnen also nun: Mainz. Das gab es noch nie und die Freude hier im Haus ist entsprechend überbordend!

„Eine solche Auszeichnung zu erhalten, ist absolut überwältigend. Wir alle sind glücklich und völlig euphorisch. Und wir können es kaum begreifen“, sagt Intendant Markus Müller, „denn im Vergleich mit den bisherigen Häusern, die in den letzten Jahrzehnten von der Opernwelt zum Opernhaus des Jahres gekürt wurden, sind wir von sehr überschaubarer Größe und verfügen über signifikant weniger Mittel …! Wenn wir trotzdem sensationeller Weise auf einem so hohen europäischen Niveau ausgezeichnet werden, liegt das an dem unfassbar leidenschaftlichen, kompetenten und engagierten Team hier – und damit meine ich neben den Kolleginnen und Kollegen der Opernsparte und den Künstlern auf der Bühne ausdrücklich alle Mitarbeiter dieses tollen Theaters, sei es in den Werkstätten, in der Technik, dem Betriebsbüro, der Kommunikation usw. Mein Glückwunsch und riesiger Dank geht also in das gesamte Haus – namentlich aber natürlich an unsere Opernchefdramaturgin Sonja Westerbeck, den Leiter des Opernbetriebs und Castingdirektor Michael Nelle und an unseren Generalmusikdirektor Gabriel Venzago.“

Starke künstlerische Stimme

Auch in der Politik und bei den Trägern des Staatstheaters sind die Reaktionen auf diese spektakuläre Nachricht enthusiastisch: „Ich gratuliere Markus Müller und seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu dieser sensationellen Ehrung! Das Staatstheater Mainz wird damit einmal mehr zum Botschafter für Rheinland-Pfalz und strahlt weit über die Landesgrenzen hinaus – als exzellentes Opernhaus und unglaublich erfolgreiches Theater. In Zeiten, in denen die Kunstfreiheit politisch angegriffen wird, ist eine so starke und souveräne Bühne auch gesellschaftlich wichtig, wir brauchen solche lebendigen demokratischen Begegnungs- und Austauschorte dringend“, betont Sven Teuber, Minister für Kommunales, Bauen, Wohnen und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz. Und Kulturstaatssekretär und Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Denis Alt unterstreicht: „Ein kluger Musiktheaterspielplan, ein tolles Ensemble und ein hochengagiertes Team werden mit dieser Wahl zum Opernhaus des Jahres zurecht gewürdigt – die Opernsaison 2025/26 war in jeder Hinsicht eindrucksvoll: vielfältig, mitreißend und berührend mit Produktionen wie Der Chronoplan, Breaking the Waves, Die tote Stadt, um nur einige herausragende Abende zu nennen. Meine herzlichen Glückwünsche zu diesem großartigen Erfolg gehen an Markus Müller und all seine Kolleginnen und Kollegen. Wir sind sehr stolz auf unser Staatstheater in der Landeshauptstadt!“

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