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Meldung vom 26.09.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Nikola Hillebrand: Wien als neues musikalisches Zuhause

Eine Wiener Saison mit fünf Partien, einem Liederabend-Debüt und Tourneen bis nach Asien

Alles fing mit einem Gastspiel an: Im Januar 2024 sang Nikola Hillebrand im Theater an der Wien die Cunegonde in Bernsteins Candide. Der Direktor der Wiener Staatsoper lud Hillebrand daraufhin zum Vorsingen ein. Schon im Mai dieses Jahres folgte ihr Hausdebüt. „Als ich damals das erste Mal in der Wiener Staatsoper vorsang, hätte ich mir so eine umfangreiche Wiener Saison, wie ich sie jetzt singen werde, nicht erträumen lassen“, sagt Nikola Hillebrand. „Nun werde ich zum Dauergast und Wien wird zu der Stadt, in der ich mit sehr unterschiedlichen Rollen und Repertoire an gleich drei Häusern zu hören sein werde.“

Zwanzig Vorstellungen an der Wiener Staatsoper

Den Auftakt in der Staatsoper macht am 15. Oktober Mozarts Die Entführung aus dem Serail. Unter der musikalischen Leitung von Constantin Trinks singt Nikola Hillebrand die Konstanze in der Inszenierung von Hans Neuenfels. Mit der Partie sorgte die Sopranistin zuletzt in Berlin für großes Aufsehen, als sie kurzfristig am Nachmittag eingeflogen wurde, um an der Staatsoper Unter den Linden für die Vorstellung noch am selben Abend einzuspringen. Die Welt nannte das „eine Sensation“.

Am Silvesterabend verkörpert Nikola Hillebrand die Adele in Johann Strauss‘ Die Fledermaus, in der Inszenierung von Otto Schenk unter der musikalischen Leitung von Franz Welser-Möst. Es ist nicht das erste Mal, dass sie diese Partie mit Welser-Möst singt: 2018 stand sie in der Dresdner Semperoper erstmals als Adele auf der Bühne, damals an der Seite von Jonas Kaufmann. Der Abend wird im ORF Fernsehen übertragen.

Im Februar kehrt die Sopranistin zu der Rolle zurück, mit der sie an der Wiener Staatsoper debütierte: der Sophie im Rosenkavalier, wieder in der Inszenierung von Otto Schenk und an der Seite von Malin Byström als Feldmarschallin und Angela Brower als Octavian. Das Debüt im Mai kam an. Der „Kurier‟ schrieb, sie habe die Prüfung meisterhaft bestanden, jede Silbe sei zu verstehen gewesen, „ihre Höhen leuchten wie silbrig gleißendes Licht".

Im Mai 2027 beendet Nikola Hillebrand ihren Wiener Opernmarathon mit zwei dicht aufeinanderfolgenden Serien. Zuerst singt sie die Pamina in Mozarts Zauberflöte, in der Inszenierung von Barbora Horákova unter Sebastian Weigle. Nur drei Tage nach der letzten Zauberflöte folgt die Zdenka in Richard Strauss‘ Arabella – eine ihrer Lieblingsrollen, mit der sie bereits an der Semperoper Dresden und an der Züricher Oper große Erfolge feierte.

Wiener Liederabend-Debüt

Zwischen den Staatsopern-Serien gibt Nikola Hillebrand ihr Wiener Liederabend-Debüt. Mit Liedern und Duetten von Brahms und Schumann steht sie am 15. November gemeinsam mit André Schuen im Mozart-Saal des Konzerthauses auf der Bühne.

„Das Lied ist so ein großer Teil meiner musikalischen Identität. Und ausgerechnet in Wien habe ich noch nie einen Liederabend gesungen“, so Nikola Hillebrand. „Dass es jetzt mit André Schuen passiert, den ich schon auf seinem Mozart-Album begleiten durfte, ist für mich umso bedeutsamer. Das ist einer der Abende, auf den ich auf meiner Wien-Reise mit der größten Spannung hin fiebere.“

Im Januar singt sie Mendelssohns Elias im Goldenen Saal des Wiener Musikvereins, mit den Wiener Symphonikern unter der Leitung von Manfred Honeck. Im April kehrt sie an denselben Ort zurück: Es erklingen Arien von Händel in der Fassung von Mozart, mit Bariton Florian Boesch und dem Concentus Musicus unter der Leitung von Stefan Gottfried.

Tourneen nach Asien mit der Staatskapelle Berlin & Christian Thielemann

Auch abseits der Musikmetropole Wien erobert Nikola Hillebrand die Bühnen der Welt. Im November gastiert sie mit der Staatskapelle Berlin unter der Leitung von Christian Thielemann im Shanghai Grand Theatre und singt dort die Sophie in der Rosenkavalier-Inszenierung von André Heller, u. a. mit Camilla Nylund und Peter Rose.

Kurz darauf ist sie als Peri in Schumanns Das Paradies und die Peri an der Opéra national du Rhin in Straßburg unter Antonello Manacorda zu erleben.

Im Dezember singt Hillebrand das Weihnachtsoratorium mit dem Tonkünstler-Orchester unter der Leitung von Giovanni Antonini und einen Quartett-Abend im Berliner Pierre Boulez Saal, bei dem Sir András Schiff am Klavier sitzt.

Im Januar singt sie Mendelssohns Lobgesangs-Symphonie mit dem Orchestre National de France unter Eun Sun Kim in Paris, im Februar Mahlers Zweite mit dem WDR Sinfonieorchester unter Robin Ticciati in Köln und Essen.

Im März führt sie eine Asientournee mit dem Gewandhausorchester und dem Thomanerchor unter Andreas Reize nach Tokio, Seoul und Hongkong, mit Bachs Matthäus-Passion, die dann anlässlich des 300. Jahrestages der Uraufführung auch in der Leipziger Thomaskirche erklingt.

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Die musikalische Leitung hat Jonathan Nott, Solist ist der Pianist Mao Fujita

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