Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim • Douglas Bostock
cpo 1 CD 555 808-2
Dass britische Komponisten ein Händchen für die Komposition interessanter Werke für Streicher haben, weiß man seit der Renaissance. Für die fünfte Folge seiner Anthologie mit Musik für Streichorchester hat Douglas Bostock für sein Südwestdeutsches Kammerorchester sechs spannende Werke ausgegraben, deren Komponisten bis auf Gordon Jacob – wegen seiner Werke für Bläser – und vielleicht noch Imogen Holst dem durchschnittlichen Konzertbesucher und Musikliebhaber völlig unbekannt sein dürften.
Südwestdeutsches Kammerorchester Pforzheim
Douglas Bostock (Leitung)
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.
75-jähriges Bestehen der Berliner Festspiele
Jubiläumswochenende vom 27. bis 30. August 2026
Akira Takayama, Foto: Bea Borgers
Im Rahmen des 75-jährigen Bestehens der Berliner Festspiele findet vielfältige Jubiläumsaktivitäten statt. Ein besonderer Höhepunkt ist das Programm des Jubiläumswochenendes vom 27. bis 30. August 2026 im Haus der Berliner Festspiele, im Gropius Bau, in der Philharmonie Berlin und auf der Berliner Ringbahn – mit Konzerten im Rahmen des Musikfest Berlin, den Thementagen Reflexe & Reflexionen unter dem Titel Die große Unordnung, einer Musikperformance von Gabriele Stötzer und Exterra XX / Künstlerinnengruppe Erfurt auf dem Dach des Gropius Bau und dem großen urbanen Kunstprojekt What If Berlin – Die Ringbahn als Bühne für 27 vergessene Zukunftsvisionen des japanischen Künstlers Akira Takayama auf der Berliner Ringbahn. [10.08.2026]
Doppelter internationaler Erfolg für Mannheimer Violinduo
The Twiolins gewinnen Preis beim Mannheim Arts and Film Festival und Silbermedaille der Global Music Awards (USA)
The Twiolins, Foto: Joachim von Gleisau
Großer Erfolg für das renommierte Violinduo The Twiolins (Marie-Luise Dingler & Marta Danilkovich): Für ihr spektakulär produziertes Musikvideo zur Neuerscheinung Le nozze di Figaro: Ouvertüre wurden die Musikerinnen gleich zweifach international ausgezeichnet. Neben der begehrten Silbermedaille bei den Global Music Awards in Kalifornien (USA) sicherte sich das Duo im Heimspiel den Hauptpreis als „Best Music Video“ beim Mannheim Arts and Film Festival. [10.08.2026]
Ensemble Modern: Konzerte der 3. Young Ensemble Academy
Fünf junge Ensembles erarbeiten in Coachings Werke des 20. und 21. Jahrhunderts
Young Ensemble Academy 2024, Foto: Walter Vorjohann
Vom 15. bis 23. August 2026 findet die Young Ensemble Academy von Ensemble Modern und Internationaler Ensemble Modern Akademie zum dritten Mal statt. Fünf junge Ensembles erarbeiten in Coachings und Workshops mit den Mitgliedern des Ensemble Modern Werke des 20. und 21. Jahrhunderts. Die Ergebnisse ihrer Arbeit präsentieren die Teilnehmer am 20. August in der Französisch-Reformierten Kirche in Offenbach sowie am 23. August im Rahmen des Naxos Hallenkonzerts #100α im Produktionshaus NAXOS in Frankfurt. [10.08.2026]
Moritz Eggert. UA im Steingraeber Kammermusiksaal in Bayreuth
Der Pianist spielt die neuesten Kompositionen seines monumentalen Klavierzyklus' Hämmerklavier
Moritz Eggert, Foto: Astrid Ackermann
Mit Hämmerklavier arbeitet Moritz Eggert seit über zwei Jahrzehnten an einem außergewöhnlichen Langzeitprojekt: einem Klavierzyklus, der mit einer geplanten Dauer von rund zwölf Stunden zu den umfangreichsten Kompositionen für Soloklavier der Musikgeschichte zählen dürfte. In Bayreuth präsentiert Eggert erstmals rund zwei Stunden seines monumentalen Werkes Hämmerklavier Ultra, darunter die Uraufführung von Hämmerklavier XXXIV: Ultra (2. Segment, Murakami). Ergänzt wird das Programm durch Hämmerklavier XXXIII: Ultra (1. Segment). [09.08.2026]
Marie-Claire Alain war eine berühmte französische Organistin und Komponistin. Sie wurde am 10. August 1926 in Saint-Germain-en-Laye als jüngstes von vier Kindern in ein sehr musikalisches Elternhaus geboren. Ihr Vater Albert Alain war Organist, Komponist und Orgelbauer und ihre beiden älteren Brüder Olivier (1918-1994) und Jehan (1911-1940) waren ebenfalls Organisten und Komponisten. Auch ihre Schwester Marie Odile (1914-1937) war Organistin. Besonders dem Vermächtnis ihres Bruders Jehan, der im 2. Weltkrieg gefallen war, widmete sie sich zeitlebens durch die Interpretation und Herausgabe seiner Orgelwerke. Als Elfjährige unterstützte sie ihren Vater bei seinen Orgeldiensten in Saint-Germain-en-Laye und trat nach dessen Tod 1971 seine Nachfolge an bis zu ihrem Ruhestand 2011. Die logische Konsequenz ihres Werdegangs war ein Orgelstudium bei Marcel Dupré am Pariser Konservatorium.
Er war in zweierlei Hinsicht der „kleinere“ Haydn – jünger als sein „großer“ Bruder Joseph und auch in musikgeschichtlicher Hinsicht diesem untergeordnet: Michael Haydn. Er wurde am 14.9.1737 in Rohrau geboren. Von 1745 bis 1755 war er Sängerknabe und Solosopranist am Stephansdom in Wien, die ersten vier Jahre davon in Gesellschaft seines Bruders. Dort hatte er auch Unterricht in Violine, Klavier und Orgel. Nach Abschluss seiner Ausbildung wurde er 1757 Geiger und 1760 schließlich bischöflicher Kapellmeister in Großwardein (Ungarn). Erzbischof Sigismund von Schrattenbach holte ihn nach Salzburg, wo er am 14. August 1763 als „Hofmusicus und Concertmeister“ in der fürsterzbischöflichen Hofkapelle angestellt wurde. 1773 wurde er erster Konzertmeister, 1777 als Nachfolger von Hoforganist Cajetan Adlgasser Organist an der Dreifaltigkeitskirche und 1782 beerbte er Wolfgang Amadeus Mozart als Hof- und Domorganist. Mit diesem verband ihn eine herzliche Freundschaft. Er übernahm den Klavierunterricht am Kappelhaus und wurde dafür als Konzertmeister entlastet. Michael Haydn wirkte 43 Jahre lang bis zu seinem Tod am 10. August 1806 in Salzburg.
dass Ioan Holender der am längsten amtierende Direktor der Wiener Staatsoper war, nachdem sein Vertrag, der dreimal verlängert wurde, 2010 ausgelaufen war?
„...“
Die wahre Musik ist diejenige, die jeder summen oder spielen kann, indem er glaubt, er habe sie selbst gemacht, oder in der er, wenn er sie hört, den Ausdruck seines eigensten, ganz einfach menschlichen Gefühls wiederfindet.