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Besprechung heute

Johannes Kalitzke

Kapitän Nemos Bibliothek

Kairos 2 CD 0022204KAI

„Oper für fünf Solisten und Kammerensemble“ nennt Johannes Kalitzke sein siebentes Bühnenwerk Kapitän Nemos Bibliothek, das als Auftragskomposition der Schwetzinger Festspiele in Co-Produktion mit den Bregenzer Festspielen entstand. Es basiert auf dem 1991 erschienenen gleichnamigen Roman des schwedischen Autors Sven Olov Enquist (1934-2020). KAIROS legt den Audio-Mitschnitt der erfolgreichen Schwetzinger Uraufführungs-Produktion von 2022 vor.

Iurii Iushkevich (Ich - Countertenor) Johanna Zimmer (Johannes - Sopran) Noa Frenkel (Josefina - Alt, Alfina - Alt) Reuben Willcox (Sven Hedmann - Bariton, Pastor - Bariton) Rinnat Moriah (Eva-Lisa - Sopran) Ensemble Modern Johannes Kalitzke (Leitung)

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Aktuelle Meldungen

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Die Musikwelt feiert Steve Reichs 90. Geburtstag

Festivals und Konzerte rund um den Globus

Am 3. Oktober feiert Steve Reich seinen 90. Geburtstag. Rund um den Globus würdigen Konzerte, Festivals und neue Aufnahmen einen der einflussreichsten Komponisten unserer Zeit – von einem 24-stündigen Geburtstagsprojekt in Graz über große Schwerpunkte in New York, London und Paris bis zu Konzerten mit seinem neuen Ensemblewerk In All Your Ways. Seit mehr als sechs Jahrzehnten prägt Steve Reich mit seiner unverwechselbaren Musiksprache das zeitgenössische Musikschaffen. Werke wie Drumming, Music for 18 Musicians, Different Trains oder The Desert Music haben nicht nur die Entwicklung der Minimal Music entscheidend mitbestimmt, sondern weit darüber hinaus Generationen von Komponisten und Musikern beeinflusst.
[03.10.2026]

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Abschiedskonzert von Heribert Breuer und der Berliner Bach Akademie

Johann Sebastian Bach: Weihnachtsoratorium I, II und VI - am 19. Dezember in der Philharmonie Berlin

Am 19. Dezember 2026 dirigiert Heribert Breuer im Kammermusiksaal der Berliner Philharmonie zum letzten Mal Chor und Orchester der Berliner Bach Akademie. Mit den Kantaten I, II und VI verabschiedet er sich von dem Ensemble, das er 1991 ins Leben gerufen hat. Zugleich ist es das letzte Konzert des Chores Berliner Bach Akademie.
[03.10.2026]

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Die Gaechinger Cantorey mit Händels vieldeutiger »Theodora«

Konzerte in Ludwigsburg und Stuttgart

Mit Georg Friedrich Händel eröffnet die Internationale Bachakademie Stuttgart ihre Saison. Nach Jephtha, Samson und zuletzt Messiah stellen Hans-Christoph Rademann und die Gaechinger Cantorey in diesem Jahr Händels Theodora vor. Das selten aufgeführte Spätwerk erklingt am 24. Oktober im Forum am Schlosspark Ludwigsburg und am 25. Oktober in der Liederhalle Stuttgart. Die Titelpartie der Märtyrerin Theodora übernimmt Elisabeth Breuer, den ihr ergebenen Soldaten Didymus singt der Countertenor Terry Wey, ihren Widersacher, den römischen Statthalter Valens, verkörpert Tobias Berndt. Zudem sind Marie Henriette Reinhold als Irene und Guy Cutting als Septimius zu hören. Beginn ist jeweils um 19 Uhr, vor beiden Konzerten wird um 18.20 Uhr eine Einführung angeboten.
[03.10.2026]

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Paul Taro Schmidt gewinnt Basel Sinfonietta Competition

Er überzeugte die Jury mit seiner zukunftsweisenden Klangsprache

Im Mai 2026 schrieb die Basel Sinfonietta einen Kompositionswettbewerb für Schweizer Komponierende unter 30 Jahre aus. Nun hat die Jury einen Gewinner gekürt: Paul Taro Schmidt. Der in der Schweiz ansässige 27-jährige Musiker hat die Jury, bestehend aus Mitgliedern der Programmkommission der Basel Sinfonietta und Principal Conductor Titus Engel, begeistert. «Paul Taro Schmidt hat uns in der Jury überzeugt, weil er mit seiner innovativen Verschmelzung von zeitgenössischer Musik, Elektronik und Popkultur eine einzigartige, zukunftsweisende Klangsprache kreiert», erläutert Titus Engel.
[03.10.2026]

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Kalenderblatt

Steve Reich 90. Geburtstag

Am 3. Oktober 2026 feiert Steve Reich seinen 90. Geburtstag. Er zählt zu den wichtigsten amerikanischen Komponisten der Gegenwart und hat mit seinem umfangreichen Œuvre zahlreiche jüngere Komponisten stark beeinflusst. Um 1950 hörte er erstmals Werke von Johann Sebastian Bach und Neue Musik wie Le sacre du printemps von Strawinsky sowie Jazz (Charlie Parker, Miles Davis, Kenny Clarke). Dies beeindruckte ihn nachhaltig und führte dazu, dass er im selben Jahr Schlagzeugunterricht bei Roland Kohloff, dem späteren ersten Paukisten der New Yorker Philharmoniker, erhielt. 1953 beendete er die High School und gründete ein Bebop-Quintett, in dem er Schlagzeug spielte. Seine kompositorische Schaffenszeit begann um 1958. Er beschäftigte sich mit elektronischer Musik und experimentierte viel.

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Paul Lincke 80. Todestag

Was Johann Strauß für Wien und Jacques Offenbach für Paris ist, ist Paul Lincke für Berlin: Er ist der „Vater“ der Berliner Operette. Geboren wurde er am 7. November 1866 in Berlin. Sein Vater August Lincke war Magistratsdiener und spielte als Geiger in mehreren kleinen Orchestern. Er starb, als sein Sohn Paul erst fünf Jahre alt war. Nach der Realschule trat er in die Wittenberger Stadtmusikkapelle ein und erlernte dort mehrere Instrumente. Am Central-Theater in der Alten Jakobstraße erhielt er 1884 ein erstes Engagement als Fagottist. Nach einem Jahr wechselte er ins Orchester des Ostend-Theaters in der Großen Frankfurter Straße. Er verliebte sich in die 16-jährige Soubrette Anna Müller, die er 1893 heiratete. Bereits mit 19 Jahren wurde er Theaterkapellmeister und Musikverleger.

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Weitere Infos

Übrigens...

...?

Wussten Sie, ...

dass beinahe der Komponist Christoph Graupner (1683-1760) an stelle von J. S. Bach 1722 Thomaskantor geworden wäre? Sein Dienstherr, Landgraf Ernst Ludwig von Hessen Darmstadt ließ ihn jedoch nicht ziehen und machte ihm die Absage mit einer großzügigen Erhöhung seiner Bezüge schmackhaft.

„...“

Was der junge Komponist Edgard Varèse in seiner Orchestertondichtung "Bourgogne" zu reden hatte, war Blech in des Wortes musiktechnischer Bedeutung, ja es war mehr: infernalischer Lärm, eine Katzenmusik.

Bruno Schrader

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