Symphony No. 9 Completed Version London Philharmonic Orchestra • Gerd Schaller
hänssler PROFIL 1 CD PH26022
Anton Bruckners 9. Sinfonie entstand ab 1887, wurde somit gleich nach der ersten Fassung der Achten in Angriff genommen. Sie ist nach Aussagen des Komponisten „dem lieben Gott“ gewidmet, blieb jedoch Fragment, da für das Finale nur – wenngleich recht ausführliche – Skizzen zur Verfügung stehen, von deren Blättern nach dem Tod des Komponisten einige entwendet wurden. Deshalb hat es mehrere Komponisten und Dirigenten gereizt, eine mögliche Fassung zu rekonstruieren. Der eminente Bruckner-Kenner Gerd Schaller, der bereits 2014 eine solche Fassung erstellt hatte, hat sich 10 Jahre später erneut an die Arbeit gemacht und diese viersätzige Fassung mit den Londoner Philharmonikern eingespielt.
London Philharmonic Orchestra
Gerd Schaller (Leitung)
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.
Martha Argerich erhält Ribke Preis
Preisverleihung am 29. Juni im Rahmen des Martha Argerich Festivals in Hamburg
Martha Argerich, Foto: Daniel Dittus
Die Pianistin Martha Argerich wird am 29. Juni 2026 in der Laeiszhalle Hamburg mit dem Kulturpreis der Gunter und Juliane Ribke-Stiftung ausgezeichnet. Der mit 20.000 Euro dotierte Preis würdigt ihre herausragenden Verdienste um die Förderung des künstlerischen Nachwuchses. „Jahrhundert-Pianistin wird sie gerne genannt. Doch ihre Kunst ist zeitlos, nonkonformistisch und von einem tiefen, intuitiven Verständnis geprägt. Vielfach ausgezeichnet fasziniert ihre atemberaubende Virtuosität ebenso wie die feinsinnige Klangpoesie und Kreativität ihrer musikalischen Gestaltung. Zugleich ist sie Botschafterin ihrer Kunst, richtet Festivals aus, überwindet kulturelle Grenzen und fördert den künstlerischen Nachwuchs generationenübergreifend auf einzigartige Weise", so Stiftungsvorsitzender Prof. Dr. Wilfried Ribke über die diesjährige Preisträgerin. [23.06.2026]
Die Zusammenarbeit der Berliner Philharmoniker mit der UNO-Flüchtlingshilfe setzt ein starkes Zeichen der Solidarität mit Menschen auf der Flucht. Seit Beginn der Partnerschaft im September 2021 wurden bereits mehr als 500.000 Euro gespendet. Die Mittel kommen Hilfsprojekten des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) zugute und unterstützen geflüchtete Menschen weltweit. „Die große Resonanz auf unsere gemeinsame Initiative zeigt, wie stark die Bereitschaft ist, Menschen auf der Flucht zu unterstützen. Dass bereits mehr als 500.000 Euro zusammengekommen sind, ist ein beeindruckendes Zeichen der Mitmenschlichkeit und Solidarität. Für dieses Engagement danken wir allen Spendern und den Berliner Philharmonikern als musikalische Botschafter unserer Organisation von Herzen“, sagt Ricarda Brandts, Vorstandsvorsitzende der UNO-Flüchtlingshilfe. [23.06.2026]
Konzert mit aktuellen und ehemaligen Studenten der Hochschule für Musik Karlsruhe
Reinhold Friedrich, Foto: Rosa Frank
Ende Juli gibt Reinhold Friedrich sein Abschiedskonzert und interpretiert mit aktuellen und ehemaligen Studierenden seiner Trompetenklasse zeitgenössische Musik von Komponistinnen und Komponisten, die an der Hochschule für Musik Karlsruhe unterrichten oder dort studiert haben. Nach 37 Jahren als Professor in Karlsruhe wird er in den Ruhestand treten. Reinhold Friedrich, geboren in Weingarten/Baden, ist seit seinem Erfolg beim ARD-Musikwettbewerb 1986 auf allen wichtigen Podien der Welt zu Gast. Sein Debüt bei den Berliner Festwochen erfolgte 1982 mit Sequenza X von Luciano Berio und das Debüt im Wiener Musikvereinsaal 1994 mit dem Trompetenkonzert von Joseph Haydn, gespielt auf der historischen Klappentrompete, beschreiben das große Spektrum seiner Aktivitäten. [23.06.2026]
„125 Jahre Bachfeste – 10 Jahre Bachfest Jerusalem“, 25.-28.06.2026
Bach-Pastell von 1730, Foto: Constantin Beyer, Bachhaus Eisenach
Aufgrund der Sicherheitslage konnte das Bachfest Jerusalem zum üblichen Termin im März nicht stattfinden. Es ist nun vom 25. Juni bis 3. Juli geplant. Es ist das zehnte Bachfest Jerusalem, welches das Jerusalem Baroque Orchestra und sein Leiter Prof. Dr. David Shemer 2016 gegründet hatten. Das Bachhaus Eisenach wird zum Jubiläum eine kleine Ausstellung zeigen, welche die Jerusalemer Bachfeste würdigt, aber auch an das „große“ Bachfest-Jubiläum erinnert, denn regelmäßige Bachfeste gibt es in diesem Jahr seit genau 125 Jahren [23.06.2026]
dass beinahe der Komponist Christoph Graupner (1683-1760) an stelle von J. S. Bach 1722 Thomaskantor geworden wäre? Sein Dienstherr, Landgraf Ernst Ludwig von Hessen Darmstadt ließ ihn jedoch nicht ziehen und machte ihm die Absage mit einer großzügigen Erhöhung seiner Bezüge schmackhaft.
„...“
Die Engländer mögen Musik gar nicht so gern. Aber sie lieben über alles das Geräusch, das damit verbunden ist.