Pantheon“ – was für ein treffender Titel für eine CD, die das italienische Umfeld Arcangelo Corellis (1653-1713) beleuchtet. Schließlich fand er auf Anordnung von Kardinal Pietro Ottoboni, des Chefs der „Accademia dell‘ Arcadia“, zu deren Mitglieder so prominente Künstler wie Alessandro Scarlatti und später Pietro Metastasio zählten, seine letzte Ruhe in dem allen Göttern geweihten Bau Marc Aurels. Arcangelo Corelli gilt als Erfinder der hochbarocken Form der Triosonate, die er zum Concerto Grosso, das der solistischen Trio-Besetzung ein im Kern ebenso dreistimmiges orchestrales Ripieno gegenüberstellt, repräsentativ erweiterte. Dieses Umfeld bestand zunächst aus Schülern, jedoch erfasste die „Corellimania“ ab 1700 ganz Europa.
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.
Doppelspitze am Pult: Zwei Chefdirigenten für Oldenburg
Interimslösung ist für die beiden kommenden Spielzeiten gefunden
Leslie Suganandarajah, Foto: Christian Krautzberger
Nachdem die Position der Generalmusikdirektion am Oldenburgischen Staatstheater zuletzt nicht neu besetzt wurde, haben sich das Staatstheater und das Niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur darauf verständigt, die Stelle zur Spielzeit 2028/29 erneut auszuschreiben. Nun wurde eine Interimslösung für die kommenden zwei Spielzeiten gefunden. Generalintendant Georg Heckel dazu: »Die Entscheidung für zwei Chefdirigenten ist eine künstlerische Chance: unterschiedliche Handschriften, gebündelte Expertise und ein erweiterter Blick auf Konzert und Musiktheater. [03.04.2026]
Beate & Josef Gilgenreiner übergeben das Festival in junge Hände
Beate und Josef Gilgenreiner, Foto: Irmgard Tralmer
Seit 2015 führen Beate und Josef Gilgenreiner mit großer Freude und Leidenschaft durch das Festival Klassiktage Ammergauer Alpen. Zehn Jahre voller unvergesslicher Momente, spannender Konzerte, lebendiger Akademien, inspirierender Ausstellungen und kreativer Kinderworkshops liegen hinter ihnen und dem Publikum – eine Zeit, mit einer ganz besonderen familiären Atmosphäre, die weit über die Musik hinausging. Nun ist für Beate und Josef Gilgenreiner der richtige Moment gekommen, das Festival in junge Hände zu legen. [03.04.2026]
Am 22. April bringt das Reussische Kammerorchester in Gera Aziza Sadikovas Konzert für zwei Kontrabässe und Kammerorchester zur Uraufführung. In dem neuen Werk reflektiert die Komponistin die krisenhafte Weltlage unserer unmittelbaren Gegenwart. Der Gattung des Konzertes widmet sich die Komponistin Aziza Sadikova mit besonderer Leidenschaft. In ihrem neuen Konzert für zwei Kontrabässe und Kammerorchester geht es um Gefühle, die die Kriege dieser Welt im Inneren der Menschen auslösen. [02.04.2026]
Francesco Angelico wird Generalmusikdirektor an der Staatsoper Hannover
Der Dirigent tritt das Amt zu Beginn der Spielzeit 2026/27 an
Francesco Angelico, Foto: Giancarlo Pradelli
Die Staatsoper Hannover gibt bekannt, dass Francesco Angelico zum neuen Generalmusikdirektor berufen wurde. Mit ihm gewinnt das Haus eine international profilierte Künstlerpersönlichkeit, die für musikalische Präzision, stilistische Vielseitigkeit und eine inspirierende Zusammenarbeit mit Orchestern, Sängerinnen und Sängern gleichermaßen geschätzt wird. Der in Caltagirone (Sizilien) geborene Dirigent ist regelmäßig an bedeutenden Opernhäusern und bei renommierten Orchestern weltweit zu Gast, darunter die Bayerische Staatsoper München, die Staatsoper Stuttgart, die Oper Graz sowie das Théâtre du Capitole in Toulouse. [02.04.2026]
Auch das Jahr 2025 hat wieder zahlreiche empfehlenswerte Einspielungen hervorgebracht. Alle "CDs der Woche" und alle "Klassik Heute-Empfehlungen" finden Sie aufgelistet unter dem Menüpunkt "Medien -> Empfehlungen". Außerdem haben wir wieder eine Best of-Liste mit 30 Einspielungen des Jahres 2025 zusammengestellt, die unsere Rezensenten persönlich ganz besonders beeindruckt haben - besser geht's nicht!
Nordic Journey Volume XVIII
North Atlantic Voyage James D. Hicks
Pro Organo 2 CD 7316
Folge 17 und kein Ende: der Organist James D. Hicks kann im Laufe seiner nordischen Orgelreise immer wieder mit neuen Entdeckungen aufwarten. Spannend ist das immer noch und hoffentlich noch sehr lange, denn diese Reihe sucht Ihresgleichen!
Der französische Organist und Komponist Marcel Dupré (1886 – 1971) hat die vierzehn Kreuzwegstationen 1932 komponiert, im Anschluss an Improvisationen zum Chemin de la Croix von Paul Claudel. Was dabei entstand, ist Programmmusik in dem Sinn, dass die Vorgänge um Christi Verurteilung bis zur Grablegung in musikalische Bilder und Symbole gefasst werden. An der 1999 erbauten Woehl-Orgel in der Kirche St. Martinus zu Sendenhorst im Münsterland spielte Winfried Lichtscheidel im April 2022 das einstündige Werk ein, wobei er die Tatsache nutzen konnte, dass diese Orgel von der Disposition her mit den französischen Cavaillé-Orgeln eng verwandt ist.
dass Richard Wagner keines seiner Werke so oft überarbeitete, wie den "Tannhäuser"? Er konnte sich zeitlebens nicht auf eine definitive Fassung festlegen.
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Die Engländer mögen Musik gar nicht so gern. Aber sie lieben über alles das Geräusch, das damit verbunden ist.