Die Jazzpianistin Johanna Summer, geboren 1995 in Plauen als Johanna Summerer, interessiert sich schon länger, eigentlich mehr oder minder ihre gesamte bisherige Laufbahn hindurch, für Begegnungen zwischen Jazz und klassischer Klaviermusik. So gibt es ein „Schumann-Album“ von ihr und eines mit „Liedern ohne Worte“, wohinter sich Adaptionen von Stücken von Chopin bis Chatschaturjan verbergen, u.a. unter Mitwirkung von Igor Levit. Dieses „Dialogisieren“ setzt Summer auf ihrem vorliegenden neuen Album fort und treibt es in gewisser Weise noch weiter, denn hier sind neben Summer mit Claire Huangci, Danae Dörken, Kit Armstrong und wiederum Igor Levit nicht weniger als vier prominente Pianisten unserer Tage beteiligt, mit denen sie über Stücke von sechs verschiedenen Komponisten die titelgebenden Dialoge führt.
Johanna Summer (Klavier)
Claire Huangci (Klavier)
Danae Dörken (Klavier)
Kit Armstrong (Klavier)
Igor Levit (Klavier)
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.
Das 41. Schleswig-Holstein Musik Festival beginnt
Im Zentrum des Programms stehen die schwedische Hauptstadt Stockholm und Ksenija Sidorova
Karina Canellakis dirigiert die beiden Eröffnungskonzerte am 4. und 5. Juli. Foto: Todd Rosenberg
Heute startet das diesjährige Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF): Bis zum 30. August finden insgesamt 205 Konzerte von Klassik über Pop bis Folk an außergewöhnlichen Spielstätten in ganz Schleswig-Holstein, Hamburg sowie in Teilen von Dänemark und Niedersachsen statt. Im Zentrum des Programms stehen die schwedische Hauptstadt Stockholm und die Akkordeonistin Ksenija Sidorova. An diesem Wochenende (4. und 5. Juli) wird das Schleswig-Holstein Musik Festival (SHMF) mit zwei feierlichen Konzerten des NDR Elbphilharmonie Orchesters unter der Leitung von Karina Canellakis eröffnet. Gemeinsam mit der Cellistin Anastasia Kobekina bringt das Orchester in der Lübecker Musik- und Kongresshalle (MuK) Antonín Dvořáks berühmtes Cellokonzert h-Moll op. 104 auf die Bühne – ein Meisterwerk der romantischen Konzertliteratur. [04.07.2026]
Im Mittelpunkt der Matinee stehen Georg Friedrich Händels klangvolles Concerto Amabile beltà für Flöte, Englischhorn und Streicher sowie Wolfgang Amadeus MozartsKlarinettenquintett KV 581 – ein Meisterwerk der Kammermusik, vollendet am 29. September 1789, ist eine der schönsten musikalischen Freundesgaben der Musikgeschichte. In seinem Umkreis nannte man es nur „des Stadlers Quintett”, denn er hat es für den Wiener Klarinettisten Anton Stadler geschrieben. Mozart liebte die Klarinette wegen ihres der Singstimme ähnlichen Timbres. Das Klarinettenquintett begeistert schon beim ersten Hören durch seinen puren klanglichen und melodischen Zauber. [04.07.2026]
Großes Lob für die Akustik des Kissinger Max-Littmann-Saals
Anne-Sophie Mutter gastierte erneut beim Kissinger Sommer
Anne-Sophie Mutter, Foto: Andreas Ortner
Ein größeres Kompliment kann man einem Konzertsaal kaum machen: Die Geigerin Anne-Sophie Mutter hat den Max-Littmann-Saal im Regentenbau Bad Kissingen mit einer Stradivari-Violine verglichen. Im Rahmen ihres Gastspiels beim Kissinger Sommer am 14. Juni 2026 mit den Berliner Barock Solisten sagte die Künstlerin: »Manche Konzertsäle klingen wie Instrumente. Der Max-Littmann-Saal in Bad Kissingen ist für mich wie eine Stradivari-Violine: warm, lebendig und voller Farben.« [04.07.2026]
Elim Chan bei der Sächsischen Staatskapelle Dresden
Letztes Sinfoniekonzert der aktuellen Konzertsaison
Elim Chan, Foto: Simon Pauly
Elim Chan, designierte Musikdirektorin des San Francisco Symphony Orchestra und eine der gefragtesten Dirigentinnen ihrer Generation, wird das letzte Sinfoniekonzert der aktuellen Konzertsaison der Sächsischen Staatskapelle Dresden leiten. Ihre Programmauswahl ist nahezu märchenhaft: Es erklingen Paul Dukas’ Zauberlehrling, Puzzles and Games aus Alice in Wonderland von Capell-Compositrice Unsuk Chin sowie eine Suite aus dem Ballett Romeo und Julia von Sergej Prokofjew. Die lyrische Sopranistin Siobhan Stagg wird mit ihrer außergewöhnlichen Stimme Puzzles and Games interpretieren. Sie kennt das Werk wie kaum eine andere: 2017 sang sie bereits die Uraufführung in der Kölner Philharmonie. [04.07.2026]
Vor 140 Jahren, am 4. Juli 1886, wurde der deutsche Komponist Heinrich Kaminski in Tiengen im Schwarzwald geboren. Er war der Sohn eines altkatholischen Pfarrers. Seine Mutter war Opernsängerin. Nach dem Abitur begann er zunächst eine Banklehre in Offenbach, zog dann jedoch nach Heidelberg, um Politikwissenschaft zu studieren. Die schicksalhafte Begegnung mit Martha Warburg änderte seine Pläne: sie erkannte seine musikalische Begabung und wurde seine Förderin. Er erhielt Klavierunterricht und studierte ab 1907 Musiktheorie und evangelische Kirchenmusik.
Der belgische Komponist und Organist Flor Peeters wurde am 4. Juli 1903 in Tielen geboren. Sein Vater versah das Küster- und Organistenamt, so dass Peeters von frühester Kindheit an mit Kirchenmusik und Liturgie vertraut war. Mit acht Jahren vertrat er bereits seinen Vater gelegentlich an der Orgel. Ab 1916 studierte er am Institut Saint-Victor de Turnhout, wo er bereits seine ersten Kompositionen entstanden. 1919 begann er das Studium am Lemmens-Institut bei Oscar Depuydt im Fach Orgel und machte bereits zwei Jahre später den Abschluss. 1922 erhielt er den Exzellenzpreis, 1923 wurde er mit dem „Prix Lemmens-Tinel“ ausgezeichnet.