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CD-Besprechung

Jakob Friedrich Kleinknecht

Trio Sonatas for two flutes and basso continuo

TYXart TXA19126

1 CD • 70min • 2019

18.11.2022

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 9
Klangqualität:
Klangqualität: 9
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 9

Jakob Friedrich Kleinknecht (1722–1794) entstammt einer Musikerfamilie – sein Vater Johann (1676-1751) war Vize-Organist am Ulmer Münster und seine beiden Brüder Johann Wolfgang und Johann Stephan wirkten wie er selbst am Fürstenhof von Brandenburg-Bayreuth. Dort entfaltete Markgräfin Wilhelmine (1709-1758), Schwester Friedrichs des Großen, eine bedeutende kulturelle Wirksamkeit, unter der auch Jakob Friedrich Kleinknecht ab 1743 als Flötist günstige Arbeitsbedingungen erhielt. 1747 wechselte er zur Violine, wird ab 1763 als „Hofcompositeur“ bezeichnet, wurde 1764 Musikdirektor der Hofkapelle und wechselt 1769 mit seinem Orchester an die Hofhaltung im benachbarten Brandeburg-Ansbach, das mit Bayreuth in Personalunion regiert und wohin das Orchester verlegt wurde. Dort stirbt er 1794 und wird infolge der politischen Umwälzungen der politischen Landschaft Deutschlands im Vorfeld des Reichs-Deputations-Hauptschlusses als „Königlich-Preußischer Capellmeister“ beerdigt.

Kleinmeister?

Die am musikalischen Horizont des 19. Jahrhunderts orientierte Nachwelt sortiert Kleinknecht mit verhängnisvoller Alliteration seines Namens in ihrer Beurteilung der Musik des vorhergegangen Jahrhunderts unter die „Kleinmeister“ der Frühklassik ein und zeigt so ihr Unverständnis für diese von ihr als wenig fruchtbar empfundene Epoche zwischen dem Spätbarock J. S. Bachs und G. F. Händels und dem romantischen Aufbruch des 19. Jahrhunderts, der die beiden Heroen der „deutschen“ Musik aufs Podest hob. Dabei ist diese Epoche, in der J. S. Bachs Söhne als Gestalter des musikalischen Aufbruchs in allen Richtungen einer neuen Zeit stilistisch maßgeblich wirkten, ein bis heute fesselndes Labor der musikalischen Zukunft; und in dieser Zeit wird man Jakob Friedrich Kleinknecht seinen Platz unter den Protagonisten eines neuen Stils kaum bestreiten können.

„La Cantonnade“

Die Musiker des Ensembles La Cantonnade leiten ihren Namen von einem französischen Ausdruck „crier à la cantonade“: „in die Menge rufen“ ab. Ihre Interpretation ist freilich alles andere als laut und einer indifferenten Menge verpflichtet – sie agieren zu gleicher Zeit temperamentvoll und in einmütiger Harmonie. Damit möge ihre vorzügliche Darstellung von Jakob Friedrich Kleinknechts Triosonaten zu einer breiteren Kenntnis der Kompositionen dieses Meisters der galanten Frühklassik beitragen

Detmar Huchting [18.11.2022]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Jakob Friedrich Kleinknecht
1Sonate G-Dur Ms 238 für 2 Traversflöten und B.c. 00:17:56
4Sonate G-Dur op. 2 Nr. 1 für 2 Traversflöten und B.c. 00:14:40
7Sonate g-Moll op. 2 Nr. 2 für 2 Traversflöten und B.c. 00:11:33
10Sonate D-Dur op. 2 Nr. 3 für 2 Traversflöten und B.c. 00:14:43
13Sonate C-Dur für 2 Traversflöten und B.c. 00:09:56

Interpreten der Einspielung

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