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CD-Besprechung

Masaaki Suzuki plays Bach

Organ Works

Masaaki Suzuki plays Bach

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 9

Klangqualität:
Klangqualität: 9

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 9

Besprechung: 18.09.19

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BIS 2421

1 CD/SACD stereo/surround • 79min • 2018

Er ist der japanische Bach-Spezialist schlechthin, seine Einspielung aller Bach-Kantaten mit dem Bach Collegium Japan hat in jeder Hinsicht Maßstäbe gesetzt und nicht nur als Dirigent ist Masaaki Suzuki aktiv: Auch als Cembalist und Organist hat er sich einen Namen gemacht. Da war es fast schon lediglich eine Frage der Zeit, bis er eine Gesamteinspielung aller Orgelwerke Johann Sebastian Bachs in Angriff nehmen würde. Die ist nun schon bei Folge drei angekommen. Suzuki hat sie an der Silbermann-Orgel im Dom zu Freiberg aufgenommen, ein Instrument, das für diese Musik geradezu prädestiniert ist. Interpret, Instrument und Repertoire passen also auf das Beste zusammen. Und dennoch, eine Frage bleibt: braucht es wirklich noch eine weitere Aufnahme aller Bachschen Orgelwerke? Davon gibt es schließlich schon recht viele.

Ginge es allein nach dem Repertoirewert müsste man sagen: nein. Wenn es aber um die musikalische Seite dieser Einspielung geht, kann die Antwort nur so lauten: ja! Suzuki wird seinem Ruf als fundierter aber gleichwohl abgeklärter Bach-Spezialist vollauf gerecht. Er neigt nie zu musikalischen Extremen und spektakulären Extravaganzen, sein Spiel ist in jeder Hinsicht mustergültig, durchdacht und konzise. Artikulation und Tempi etwa wählt er nicht nach der Devise „schneller, höher, weiter“, sondern so, dass sie zu Instrument und Werk passen. Gleichwohl findet er zuweilen überraschende Registrierungen, das Bicinium über Allein Gott in der Höh sein Ehr (BWV 711) als Duett zwischen Trompetenbass und mit dem Krummhorn gespieltem cantus firmus. Auch die Partita über Ach was soll ich Sünder machen? (BWV 770) gestaltet er so lebendig und abwechslungsreich, dass etwaige Längen erst gar nicht aufkommen.

Ferner zu hören: ein Frühwerk wie die noch dem norddeutschen Typus à la Buxtehude verhaftete C-Dur Toccata (BWV 566a), die Passacaglia, dieses und jenes Choralvorspiel und Präludien und Fugen in C-Dur (BWV 531) und c-Moll (BWV 546). Außerdem die Fantasie und Fuge in c-Moll (BWV 537), die Suzuki sehr schön nach dem geradezu programmatischen Motto „per aspera ad astra“ registriert und spielt. Ein durchaus C-lastiges Programm, mal in Dur und mal in Moll, aber eines, das nicht langweilig wird. Genauso wie bei den Kantaten liegt Suzukis Stärke in einer abgewogenen Interpretation, die die Musik und nicht das künstlerische Ego in den Vordergrund stellt.

Guido Krawinkel [18.09.2019]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 J.S. Bach Präludium und Fuge C-Dur BWV 531 00:07:30
3 Fantasie und Fuge c-Moll BWV 537 00:08:48
5 Allein Gott in der Höh sei Ehr BWV 717 (Choralvorspiel) 00:03:32
6 Allein Gott in der Höh sei Ehr BWV 711 (Choralvorspiel) 00:03:08
7 Allein Gott in der Höh sei Ehr BWV 715 (Choralvorspiel) 00:08:48
8 Partite diverse sopra Ach, was soll ich Sünder machen BWV 770 00:12:11
18 Toccata C-Dur BWV 566a 00:10:24
19 Präludium und Fuge c-Moll BWV 546 00:10:58
21 Herr Jesu Christ, dich zu uns wend BWV 709 (Choralvorspiel) 00:03:10
22 Herr Jesu Christ, dich zu uns wend BWV 726 (Choralvorspiel) 00:01:14
23 Passacaglia und Fuge c-Moll BWV 582 00:14:36

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Masaaki Suzuki Orgel
 
2421;7318599924212

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