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CD-Besprechung

Heinrich Scheidemann

Organ Works

Heinrich Scheidemann

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 10

Klangqualität:
Klangqualität: 10

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 10

Besprechung: 14.02.17

Klassik Heute
Empfehlung

cpo 777 562-2

1 CD • 63min • 2009

Heinrich Scheidemann (ca. 1595-1663) ist nicht nur ein wichtiger Teil der Musikgeschichte Hamburgs, er darf auch mit Fug und Recht als Scharnier zwischen der Geschichte der norddeutschen Orgelmusik und Jan Pieterszoon Sweelinck (1562-1621) gelten, jenem bedeutenden niederländischen Orgelmeister, der als Komponist und Pädagoge entscheidenden Einfluss auf die Geschichte der Orgelmusik Norddeutschlands im 17. Jahrhundert ausgeübt hat. Scheidemanns Vater David wurde 1604 Organist an St. Katharinen in Hamburg. 1611 nahm Heinrich Scheidemann ein von der Katharinengemeinde finanziertes Orgelstudium bei Sweelinck in Amsterdam auf, begleitet von Jacob Praetorius, Sohn des Organisten der Hamburger Jakobikirche. Hintergrund der Studienreise dieser beiden begabten Organistensöhne von Hamburg zum berühmtesten Orgelpädagogen im niederländisch/norddeutschen Bereich ihrer Zeit war, dass die kulturell überaus engagierten Hamburger Hauptkirchen Wert darauf legten, dass die Söhne und vermutlichen Erben in Amt der Organisten ihrer Kirchen die bestmögliche Ausbildung erhielten, für welche Sweelinck zweifellos Garantie bieten konnte.

Scheidemann folgte seinem Vater 1629 im Amt des Organisten an St. Katharinen nach. Zu seinen Schülern zählte unter anderen auch Johann Adam Reincken (1643-1722), der sein Nachfolger an der Hamburger Hauptkirche St. Katharinen werden sollte. Reincken ist mit der Geschichte Johann Sebastian Bachs verbunden, der als junger Mann während seiner Lüneburger Zeit nach Hamburg wanderte, um Reincken zu hören und bei ihm zu studieren.

Die Präludien und Fugen sowie eine Auswahl von Orgelchorälen Scheidemanns vereint diese CD; Friedhelm Flamme beendet mit diesem 15. Teil seine Einspielung norddeutscher Orgelwerke des norddeutschen Barock. Die auf den Instrumenten der Orgelbaumeister Fritzsche von 1621/22 und Treutmann von 1727/28 beruhende Orgel der Schlosskirche St. Levin zu Harbke bei Helmstedt passt in ihrer Klangcharakteristik bestens zu Heinrich Scheidemanns Orgelwerk. Friedhelm Flamme präsentiert diesen Komponisten, einen der Gründungsväter des norddeutschen Orgelbarock, ausgezeichnet – mit stilistischem Feingefühl in einem breiten Spektrum seiner Werke und mit ausgeprägtem Geschmack für diese Musik auf einem überaus geeigneten Instrument. Ein Höhepunkt in der Diskografie der Orgelmusik des 17. Jahrhunderts!

Detmar Huchting [14.02.2017]

Bechstein Konzert

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 H. Scheidemann Praeambulum in C 00:01:09
2 Praeambulum in d 00:02:18
3 Praeambulum in d 00:02:19
4 Praeambulum in d (1637) 00:03:15
5 Praeambulum in d 00:01:05
6 Praeambulum in e 00:01:17
7 Praeambulum in e 00:01:23
8 Praeambulum in F 00:01:10
9 Praeambulum in F 00:01:37
10 Praeambulum in g 00:03:01
11 Praeludium in d 00:00:54
12 Praeludium in d 00:01:35
13 Gelobet seist du, Jesu Christ 00:02:04
14 Gott sei gelobet und gebenedeiet 00:03:09
15 Jesu, du wollst uns weisen 00:01:14
16 Komm, heiliger Geist, Herre Gott 00:03:54
17 Kyrie dominicale 00:03:05
18 Nun bitten wir den heiligen Geist 00:01:28
19 Vater unser im Himmelreich 00:02:33
20 Canzona in F 00:03:34
21 Fantasia in G 00:05:07
22 Fuga in d 00:01:16
23 Fuga in d 00:02:44
24 Toccata C-Dur 00:03:26
25 Toccata in G 00:07:37

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Friedhelm Flamme Orgel
 
777 562-2;0761203756223

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