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CD-Besprechung

Nino Rota

Piano Works

Nino Rota

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 9

Klangqualität:
Klangqualität: 9

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 9

Besprechung: 16.06.16

cpo 555 019-2

1 CD • 70min • 2012

Ein Neutöner war er gewiss nicht, aber musikalische hat das Schaffen von Nino Rota weitaus mehr zu bieten als „nur“ Filmmusik. Das führt diese CD nachdrücklich vor Ohren: der Pianist Christian Seibert hat Klavierwerke Rotas eingespielt und ein eindringliches Plädoyer für einen zu Unrecht meist auf die Filmmusik reduzierten Komponisten vorgelegt. Diese CD wirft ein neues Licht auf den Komponisten Rota abseits der Welt des Films, auf jene Bereiche seines Schaffen, die die Karriere des einstigen Wunderkindes maßgeblich bestimmt haben. Denn eigentlich wollte der auch als Pädagoge und Konservatoriumsleiter sehr geschätzte Komponist sich vollständig der ernsten Kunst widmen, die Filmmusik sollte nur dem Broterwerb dienen. Indes kam es anders.

Manchmal indes verströmt Rotas Musik durchaus ein leicht salonhaftes, scheinbar vom Film inspiriertes Flair. Ein früh komponierter Walzer etwa ist ein geschmackvolles Virtuosenstück mit nicht allzu viel Tiefgang, von Seibert mit viel Schmalz und Schmelz gespielt. Dass Rota auch anders kann wird nicht zuletzt bei den Variationen und Fuge über den Namen Bach deutlich. Hier schöpft der ernste Komponist Rota aus dem Vollen und besticht mit musikalischem wie kompositorischem Tiefgang. Die abschließende Fuge etwa ist komplex gearbeitet und überzeugt sowohl durch musikalisches Handwerk als auch durch eine originelle Verarbeitung des Themas. Da braucht sich Rota gewiss nicht hinter bekannten Namen wie Liszt oder Reger verstecken.

Seibert spielt Rotas Musik ebenso brillant wie gefühlvoll. Er lässt – mit stupender Technik – auch mal den Virtuosen agieren, trägt dabei aber nie zu dick auf. Seine Stärke liegt vielmehr in einer sehr differenzierten Anschlagstechnik, die klangliche Ebenen klar voneinander abstuft ohne dabei schematisch vorzugehen. Das schafft geradezu berückende Momente, etwa in der Fantasia in G, wenn Seibert in emphatischer Weise ganz großes, theatralisches Kino inszeniert. Klarer Fall: hier widerfährt endlich einem zu Unrecht verkannten Komponisten Gerechtigkeit.

Guido Krawinkel [16.06.2016]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 N. Rota Variazioni e Fuga nei dodici toni sul nome di Bach 00:17:20
15 15 Preludi 00:23:56
30 Valzer 00:02:49
31 Ippolito Gioca 00:01:18
32 7 Pezzi difficili per Bambini 00:11:15
39 Fantasia in G 00:14:41

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Christian Seibert Klavier
 
555 019-2;0761203501922

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