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CD-Besprechung

cpo 777 495-2

1 CD • 60min • 2009

07.09.2011

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8
Klangqualität:
Klangqualität: 8
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Ein Requiem hätte es ursprünglich werden sollen, aber dieses Auftragswerk des RSO Schweden stellt sich eher dar als eine Symphonie mit vokalen Einsprengseln, die außer dem titelgebenden „Quo vadis“(domine?) keinen liturgischen Ursprung haben. Anders Eliasson (Jahrgang 1947) greift überwiegend auf alte und uralte Texte zurück, die er in deutschsprachigen Anthologien von Raoul Schrott und Gustav Mensching gefunden hat. Saphos Fragmente stehen neben assyrischen, sumerischen und persischen Texten, die sich dem Verständnis auch bei sorgfältiger Lektüre nicht leicht erschließen und in vertonter Form vollends unverständlich bleiben müssen.

Klappern gehört zum Handwerk. Aber so voll muß man den Mund dann doch nicht nehmen wie Eliasson, der im Gespräch mit dem Booklet-Autor Peter Kislinger so tut, als habe er die Musik neu erfunden, praktisch dort angefangen, wo Schönberg aufhören musste. Solche Großsprecherei hat der Komponist im übrigen gar nicht nötig, da sich seine Musik dem Hörer durch ihre Klangfantasie und ihre dramatischen Überrumpelungseffekte ganz unkompliziert mitteilt. Wie das alles gearbeitet ist, kann sich erst durch eine gründliche Analyse erschließen, aber fürs Publikum zählt vor allem die Wirkung.

Und die ist beträchtlich dank der famosen Leistung des Schwedischen Radio Symphonie Orchesters unter Johannes Gustavsson, das insbesondere durch fulminante Einsätze der Blech- wie der Holzbläser fasziniert. Auch der Chor genügt hohen Ansprüchen, auch der tüchtige Tenor Michael Weinius wird der Expressivität der Musik gerecht. Gustavssons straffes, an Intensität nie nachlassendes Dirigat hilft auch über einige Längen des Werkes hinweg.

Ekkehard Pluta [07.09.2011]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Anders Eliasson
1Quo Vadis

Interpreten der Einspielung

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