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CD-Besprechung

Aho Kalevi: Sinfonie Nr. 12 (Luosto Sinfonie)

BIS 1 CD/SACD stereo/surround 1676

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 10

Klangqualität:
Klangqualität: 10

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 10

Besprechung: 16.06.08

Klassik Heute
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BIS 1676

1 CD/SACD stereo/surround • 49min • 2007

Eines der ungewöhnlichsten Beispiele für Raum-Musik überhaupt legte Kalevi Aho mit seiner Sinfonie Nr. 12 vor. Die Uraufführung der Luosto-Symphony am 16. August 2003 war ein nationales Groß-Ereignis und wurde vom Finnischen Fernsehen mit dem Preis "Lichtblick des Jahres" ausgezeichnet. Außerdem findet seitdem jährlich im August das LuostoClassic Festival statt, bei dem die Sinfonie immer wieder einmal mit anderen Orchestern aufgeführt wird. Sie entstand im Auftrag des Finnischen Rundfunks für eine Freiluft-Aufführung am Luosto-Berg in Lappland, beschäftigt ein Haupt- und ein Kammerorchester, Sopran- und Tenor-Solo, weitere Fern-Instrumente und ein gewaltiges Schlagzeugaufgebot. Zugleich ist sie so konzipiert, das sie auch im Konzertsaal gespielt werden kann, wobei die räumlichen Distanzen natürlich nicht so enorm sind wie in Luosto. Andererseits ist ein solches Werk wie gemacht für eine Surround-Aufnahme, denn, wie Aho schreibt, es wandern darin “die Klänge von oben nach unten, von hinten nach vorn sowie von einer Seite zur anderen. Die Klänge der Trommeln und der Blechbläser auf dem Berg umkreisen das Publikum mal im und mal gegen den Uhrzeigersinn”. Das Endergebnis ist eine 50 Minuten lange Sinfonie in traditioneller Viersätzigkeit, die zum Monumentalsten gehört, was ich je erlebt habe. Da die Instrumente nicht elektronisch verstärkt werden, hatte Avo die großen räumlichen Distanzen zu berücksichtigen und konnte keine allzu rasche Musik schreiben. Die Steigerungen entfalten andererseits ungeheure Kraft aus der Ruhe; die Klänge kreisen majestätisch. Man denkt beim Hören insbesondere an die Klangwelten des späten Sibelius und die visionären Ausbrüche der Sinfonia Antartica von Vaughan Williams. Aho beschwört die Wildheit der Natur und Weite der Landschaft. Im ersten Satz (Die Schamanen) hört man gewaltige Trommelklänge. Der zweite Satz beschreibt Winterliches Dunkel und Mittsommer, der dritte bringt die Gesangssoli (Lied in den Bergen), und das Finale ist ein fulminanter Sturm in den Bergen, gegen den sich das Gewitter der "Alpensinfonie" von Richard Strauss zahm ausnimmt. Die Beteiligten unter Leitung des Dirigenten der Uraufführung, John Storgårds, entfesseln beseelt all ihre Kräfte und bescheren dem Hörer daheim insbesondere im Mehrkanal-Modus ein fast psychedelisches Erlebnis in opulentem Klang.

Dr. Benjamin G. Cohrs [16.06.2008]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 K. Aho Sinfonie Nr. 12 (Luosto Sinfonie)

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Taina Piira Sopran
Aki Alamikkotervo Tenor
Hannu Lehtonen Saxophon
Chamber Orchestra of Lapland Orchester
Lahti Symphony Orchestra Orchester
John Størgårds Dirigent
 
1676;7318599916767

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