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CD-Besprechung

Revolution for bassoon

Revolution for bassoon

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8

Klangqualität:
Klangqualität: 8

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Besprechung: 08.11.07

hänssler CLASSIC 98.502

1 CD • 68min • 2004

Weshalb diese neue Serie aus dem Hause Hänssler Classic den Titel „Revolution“ trägt, weiß vermutlich allein der Produzent. Zumindest bietet die erste Folge, die der japanischen Fagottistin Junko Kundo gewidmet ist, dafür keine plausible Erklärung. Die eingespielte Musik von Bizet bis Glenn Gould ist keineswegs revolutionär – und fähige Fagottisten/innen gab es auch schon vor der jungen Dame aus Tokyo. Freilich hatten und haben diese fast ausschließlich die Möglichkeit, sich bei orchestralen Soli zwischen Scheherazade, Zauberlehrling und Sacre zu profilieren, und nur selten die Chance, sich mit einem eigenen Recital vorzustellen. Das tut die Neunundzwanzigjährige mit dieser CD sehr vorteilhaft, wobei sie ein breites Spektrum an Literatur vor dem Hörer ausbreitet, das manches Entdecker-Herz höher schlagen lässt!

Erstaunlich, wer alles Original-Kompositionen für das oft unterschätzte Instrument geschrieben hat und wie gut sich auch die ursprünglich für andere Instrumente gedachten Stücke von Bizet, Massenet oder Tscherepnin auf dem Fagott realisieren lassen. Junko Kudo nutzt die Gelegenheit, den verblüffenden Reichtum an Ausdrucksmöglichkeiten, den das Instrument bietet, voll auszuspielen – vom Komischen oder gar Grotesken über das Schwärmerisch-Lyrische bis zur abgrundtiefen Melancholie, deren das Fagott wie kein anderes Instrument fähig ist. Dass es auch über eine bemerkenswerte Geläufigkeit verfügt, wird in der Tarantella des als Pianist bekannten Robert Casadesus und der Sonatine Sportive von Alexander Tscherepnin deutlich. Junko Kundo ist in all diesen Bereichen zu Hause, ohne je an die Grenzen des Ausdrucks zu rühren oder klangliche Risiken einzugehen. Mitsutaka Shiraishi ist ihr ein zuverlässiger Begleiter, der sich immer im Hintergrund hält. Unterm Strich ergibt das keine weltbewegenden musikalischen Erfahrungen, aber eine gefällige CD, die wesentlich dazu beitragen kann, ein sonst wenig beachtetes Instrument besser kennen zu lernen.

Sixtus König † [08.11.2007]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 R. Glière Impromptu op. 35 Nr. 9 00:03:02
2 Humoresque op. 35 Nr. 8 00:03:45
3 K. Rathaus Polichinelle 00:06:04
4 R. Casadesus Sarabande op. 61 Nr. 1 00:04:12
5 Tarentelle op. 61 Nr. 2 00:04:40
6 G. Bizet Morceau à déchiffrer 00:01:27
7 J. Massenet Morceau à déchiffrer 00:02:09
8 J. Fucik Der alte Brummbär op. 210 (Polka comique) 00:05:04
9 E. Elgar Romance op. 62 00:04:52
10 A. Tscherepnin Sonatine Sportive op. 63 00:06:40
13 W.L. Webber Northington Farm 00:01:55
14 N. Rota Amarcord-Suite 00:04:56
15 G. Gould Sonata für Fagott und Klavier 00:10:48
18 W.H. Foote My Grandfather's Clock (Song with humorous variations) 00:08:33

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Junko Kundo Fagott
Mitsutaka Shiraishi Klavier
 
98.502;4010276019664

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