Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Über uns | Impressum | Kontakt | Sitemap

Suche

CD-Besprechung

J. Brahms

Hyperion 1 CD CDA67584

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8

Klangqualität:
Klangqualität: 8

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Besprechung: 11.06.07

Hyperion CDA67584

1 CD • 65min • 2006

Die beiden Sonaten op. 120 aus dem Jahr 1894 sind die letzten Kammermusikwerke von Johannes Brahms. Wir verdanken sie der Bekanntschaft des Komponisten mit dem Soloklarinettisten der Meininger Hofkapelle Richard Mühlfeld, für den Brahms bereits 1891 das Klarinetten-Trio und das Klarinettenquintett geschrieben hatte und mit dem er selbst die Sonaten gemeinsam aufführte. Die von Brahms nachträglich erstellte Fassung für Viola und Klavier wurde von den Bratschisten begeistert aufgenommen, da es für dieses Instrument wenig Originalliteratur und (außer der unvollendeten Glinka-Sonate) bis dahin keine bedeutende Duo-Sonate gab. So wurden die beiden sich in ihrer Gegensätzlichkeit ergänzenden und in jedem Takt die reife Meisterschaft des Komponisten belegenden Zwillingswerke mit Recht zu Meilensteinen des Viola-Repertoires.

Die vorliegende Aufnahme ist technisch untadelig, tonschön und von großer dynamischer Spannweite. Ohne Frage beherrscht der mehrfach preisgekrönte englische Bratscher Lawrence Power sein Instrument in vollkommener Weise. Allerdings gefällt er sich mitunter in einer fragilen, fast körperlosen Tongebung, die sich mit dem Brahmsschen Klaviersatz nur schlecht vertragen will. Überhaupt scheint ihm letztlich mehr an äußerem Effekt und größtmöglichen Kontrasten gelegen zu sein als an einem wirklichen Eindringen in die Gefühlswelt des späten Brahms. Dieser steht der Pianist Simon Crawford-Phillips erheblich näher, dessen sorgfältig phrasiertes Spiel immer die Kontinuität wahrt.

Auch zu dem Trio op. 114 hat Brahms nachträglich statt der Klarinettenstimme einen Violapart angefertigt. Die vorliegende Aufnahme bietet eine willkommene Gelegenheit, das Werk in dieser selten zu hörende Version kennen zu lernen. Hier tritt der Cellist Tim Hugh vermittelnd zu seinen Kollegen. Mit wachem Gespür für die Gesetze des Zusammenwirkens von Streichinstrument und Klavier sorgt er für ein ausgewogeneres Klangbild.

Sixtus König † [11.06.2007]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 J. Brahms Sonate f-Moll op. 120 Nr. 1 für Klarinette und Klavier 00:21:44
5 Klaviertrio a-Moll op. 114 00:23:51
9 Sonate Es-Dur op. 120 Nr. 2 für Violine und Klavier (Klarinettensonate) 00:19:52

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Lawrence Power Viola
Tim Hugh Violoncello
Simon Crawford-Phillips Klavier
 
CDA67584;0034571175843

Bestellen bei jpc

 

Das könnte Sie auch interessieren:

 

⇑ nach oben

AGBs Impressum Kontakt Mediadaten Sitemap Datenschutz

© Klassik Heute

jpc