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CD-Besprechung

George Enescu: Oedipe op. 23 (Tragédie lyrique in 4 Akten und 6 Tableaux)

Naxos 2 CD 8.660163-64

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8

Klangqualität:
Klangqualität: 7

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Besprechung: 10.03.06

Naxos 8.660163-64

2 CD • 2h 08min • 1997

Daß musikhistorischer Rang und Präsenz im Plattenkatalog nicht unbedingt korrelieren müssen, dafür ist George Enescus Opus magnum Oedipe ein signifikantes Beispiel. 1936 in Paris mit großem Erfolg uraufgeführt, ist Enescus einzige Oper bislang ganze zweimal in Studioproduktionen festgehalten worden, 1966 in rumänischer Sprache und 1989 im originalen Französisch. Die Gründe dafür liegen zweifellos im musikalischen und solistischen Aufwand. Nun ist mit diesem Live-Mitschnitt aus der Wiener Staatsoper, welche die Oper damals mit der Deutschen Oper Berlin koproduziert hat, eine dritte hochkarätige Einspielung hinzugekommen. Das hohe musikalische Niveau verdankt die Aufnahme in erster Linie dem analytisch präzisen, transparenten Dirigat von Michael Gielen, dessen schmale Operndiskographie ausschließlich Stücke des 20. Jahrhunderts umfasst, Opern von Josef Matthias Hauer, Schreker, Schönberg und Zimmermann. Angesichts der Tatsache, daß die Titelfigur trotz der zahlreichen Nebenpersonen einen gigantischen Monolog zu führen hat, der wie ein Kommentar zu einem sinfonischen Orchestersatz wirkt, ist die Besetzung dieser Partie von zentraler Bedeutung. Der früh verstorbene amerikanische Bariton Monte Pederson bringt zwar die erforderliche heldenbaritonale Statur für den Oedipe mit, er verfügt aber bei weitem nicht über die darstellerische Präsenz und Gestaltungsphantasie seines Rollenvorgängers auf Platte, des Belgiers José van Dam. Da die Aufnahmetechnik die Sänger zusätzlich benachteiligt – sie wirken viel zu weit in den Hintergrund gerückt –, dominiert das Orchester noch mehr als dies ohnehin schon die Partitur vorsieht. Gleichwohl gelingt Marjana Lipovek ein faszinierendes Doppelporträt als Sphinx und Jocaste. Solide Leistungen steuern Egils Silins (Tirésias), Davide Damiani (Créon), Goran Simi (Hohepriester), Peter Köves (Phorbas) und Walter Fink (Wächter) in den weiteren, den tiefen Männerstimmen vorbehaltenen Rollen bei.

Walter Fritz [10.03.2006]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 G. Enescu Oedipe op. 23 (Tragédie lyrique in 4 Akten und 6 Tableaux)

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Monte Pederson Oedipe - Baßbariton
Egils Silins Tirésias - Baß
Davide Damiani Créon - Bariton
Michael Roider Ein Hirte - Tenor
Goran Simic Hohepriester - Baß
Peter Koves Phorbas - Baß
Walter Fink Wächter - Baß
Yu Chen Thésée - Bariton
Josef Hopferwieser Laïos - Tenor
Marjana Lipovšek Jocaste - Mezzosopran
Ruxandra Donose Antigone - Sopran
Mihaela Ungureanu Mérope - Mezzosopran
Chor der Wiener Staatsoper Chor
Wiener Sängerknaben Chor
Orchester der Wiener Staatsoper Orchester
Michael Gielen Dirigent
 
8.660163-64;0730099616324

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