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CD-Besprechung

Gala from St. Petersburg

Gala from St. Petersburg

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 9

Klangqualität:
Klangqualität: 8

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 9

Besprechung: 20.04.05

TDK COGSP

1 DVD-Video • 1h 52min • 2003

Ausgiebig feierte die Stadt St. Petersburg im Jahre 2003 ihr dreihundertjähriges Jubiläum, und alles, was in der Musikwelt Rang und Namen hat, reihte sich unter die Gratulanten. Gleich fünf russische Weltstars gaben sich ein Stelldichein beim Gala-Konzert der berühmten St. Petersburger (ehemals Leningrader) Philharmoniker, die allerdings längst nicht mehr so unumstritten die russische Orchesterlandschaft beherrschen wie zu Mrawinskys Zeiten. So ist es zu verschmerzen, dass die rein orchestralen Beiträge nur marginalen Charakter haben, zumal der jetzige Chef Yuri Temirkanov, abgesehen von einer gewissen Routine im Begleiten, mit seinem altmodischen Dirigat eher parodistische Eindrücke vermittelt.

Im Mittelpunkt stehen unbestritten die Solisten, die von der Kamera vortrefflich ins Bild gesetzt werden. Und bei Künstlern, deren Erscheinung und Auftreten auch optisch so durchgestylt ist wie bei Netrebko, Hvorostovsky und Maisky, lohnt sich sehr wohl das Hinsehen. Das Programm hebt sich erfreulich von dem sonst bei derartigen Anlässen Üblichen ab und spiegelt die traditionelle Ausrichtung der Stadt nach Westen. Maurice Ravels selten gespieltes Klavierkonzert für die linke Hand, von der Pianistin Elisso Virsaladze souverän und energiegeladen dargeboten, bildet den umfangreichsten Programmbeitrag. Auch Mischa Maisky, dessen Charisma und betörendes Cellospiel die Manieriertheit seines Vortrags zeitweilig vergessen lassen, bietet mit Ottorino Respighis Adagio con variazioni und Max Bruchs Kol Nidrei nicht gerade gängiges Repertoire.

Ungetrübten Genuss beschert Viktor Tretyakov mit Introduktion und Rondo capriccioso von Camille Saint-Saens, geigerisch brillant und mit der geforderten kapriziösen Eleganz serviert. In Arien aus Tschaikowskys Pique Dame und Verdis Don Carlos ersetzt der Bariton Dmitri Hvorostovsky fehlenden stimmlichen Glanz durch packende Darstellung. Den Höhepunkt der Veranstaltung markiert ohne Frage der Auftritt der Sopranistin Anna Netrebko, die mit makellos geführter Stimme in der großen Cavatina aus dem ersten Akt von Donizettis Lucia di Lammermoor wie in Musettas Walzer aus Puccinis La Boheme fasziniert und sich schließlich mit dem silbermähnigen Bariton zum Duett aus Leoncavallos Bajazzo vereint. Ein Fest für Auge und Ohr.

Sixtus König † [20.04.2005]

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Anna Netrebko Sopran
Dmitri Hvorostovsky Bariton
Mischa Maisky Violoncello
Viktor Tretjakov Violine
Elisso Wirssaladze Klavier
St. Petersburg Philharmonic Orchestra Orchester
Yuri Temirkanov Dirigent
Nikolai Alexejew Dirigent
 
COGSP;5450270012367

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