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CD-Besprechung

James Levine Documents of the Munich Years Vol. 2

James Levine<br />Documents of the Munich Years Vol. 2

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 8

Klangqualität:
Klangqualität: 8

Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 8

Besprechung: 21.10.04

OehmsClassics OC 502

1 CD • 75min • 2003, 2002

Diese dramaturgisch erfreuliche Produktion lenkt nach dem fulminanten Auftakt der Reihe James Levine – Documents of the Munich Years mit Mahlers Neunter den Blick darauf, daß der umstrittene New Yorker Maestro eben nicht nur deutsch-österreichisches Kernrepertoire gepflegt hat. Er machte die Münchner auch mit zeitgenössischen amerikanischen Komponisten bekannt, deren Stücke in der Bayern-Metropole wohl kaum je zuvor aufgeführt worden sind. Die aus Mitschnitten dreier verschiedener Konzertprojekte zusammengestellte CD verzichtet zwar wiederum nicht auf den aufgesetzt wirkenden Antritts-Applaus (den man aber wegprogrammieren kann), bietet dann aber vier ungewöhnliche, hier geschickt aufeinander abgestimmte Werke.

Am bedeutendsten scheint mir das 1956 uraufgeführte Klavierkonzert von Roger Sessions, das eins der Paradestücke des amerikanischen Pianisten Robert Taub ist. Von Elliot Carter gibt es Werke, die ich interessanter finde als die Variations for Orchestra, und ich bekenne auch unumwunden, mit der aufgesetzten Grand Bamboula für Streichorchester von Charles Wuorinen (1972) nicht viel anfangen zu können.

Die Münchner Philharmoniker widmen sich den Werken mit aller gebotener Professionalität. Die Komponisten wären mit den Aufführungen sicher mehr als zufrieden, doch für Levine scheint meinem Eindruck nach das Ganze eher Pflichtübung als Liebesdienst gewesen zu sein. Die nach seriellen Prinzipien komponierte, hier gänzlich unbekannte Symphony von Robert Di Domenica, die ebenfalls 1972 uraufgeführt wurde, ist allerdings ein faszinierendes, kontrastreiches Werk, das mit seinen Mozart-Anspielungen streckenweise an Ives erinnert. Hier lief Levine in puncto innerer Anteilnahme offenbar zur Höchstform auf. Unangenehm wirkt auf mich erneut das nach schlagwortartig gestaltete Beiheft, das allein die ersten sechs Seiten an einen tabellarischen Lebenslauf des Orchesters verschwendet, dessen Verdienste und Tradition doch hinlänglich bekannt sein dürften... Der Klangeindruck entspricht bewährter Bayerischer Rundfunk-Qualität.

Dr. Benjamin G. Cohrs [21.10.2004]

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.KomponistWerkhh:mm:ss
1 E. Carter Variations for Orchestra (1954/1955)
2 Ch. Wuorinen Grand Bamboula für Streichorchester (1971)
3 R. Sessions Klavierkonzert (1955)
4 R. di Domenica Symphony (1961)

Interpreten der Einspielung

Interpret(en)Besetzung
Robert Taub Klavier
Münchner Philharmoniker Orchester
James Levine Dirigent
 
OC 502;4260034865020

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