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CD-Besprechung

Intuition Classics Int 33112

8 CD • 8h 09min • 1998/99

01.03.2001

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 6
Klangqualität:
Klangqualität: 6
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 6

Das kommt davon, wenn man Zorba in der Arena von Verona tanzen läßt: Als Mikis Theodorakis 1988 dort sein Zorba-Ballett vorgestellt hatte, faßte er den Entschluß, drei Opern im Gedenken an die drei großen Italiener Verdi, Puccini und Bellini zu komponieren. Allerdings nach urgriechischen Vorlagen.

Das Ergebnis ist die Trilogie der Tragödien Medea, Elektra und Antigone, die sowohl einzeln als auch in einer backsteinziegelgroßen Box vorliegen. Der Anspruch ist groß, das Volumen ebenfalls: reichliche acht Stunden muß schon investieren, wer das Land der Griechen (be)suchen will. Wer mag, kann dabei überprüfen, ob Theodorakis' Zuordnung seiner Opern zu den jeweiligen Widmungsträgern auch musikalisch zu spüren ist. Sind die ausgiebigen Blechbläserpassagen in der Medea wirklich ein indirekter Verweis auf Verdi? Ist die Stimmverdopplung solistischer Vokalpartien in der Elektra der Bezug zu Puccini? Der Begleittext zu Antigone jedenfalls verzichtet ausdrücklich darauf, "bellinische Melodik und theodorakische Lyrizität" zu verwechseln. Tatsächlich sind die thematischen und musikalischen Verknüpfungen innerhalb der Opern und im Gesamtwerk des Komponisten (der sich immer wieder auch zitiert und beschwört) viel größer als die zu den Widmungsträgern.

Ein Spezialfall bleibt dieses Triptychon aber nicht nur für Graecologen. Der weitgehend deklamatorische Ton kann auch ermüden, obschon Theodorakis immer wieder lautmalerische und stimmungssuchende Passagen dazwischen streut. Das macht insbesondere die Unterschiede der Orchesterbehandlung reizvoll, zumal die Vor- und Zwischenspiele durchaus farbenreich ausfallen können. Musiziert wird durchwegs auf hohem Niveau, auch wenn nicht zu überhören ist, daß Theodorakis seine Sänger (vor allem die Sängerinnen) nicht schont.

Zwei der drei Opern hat der Komponist selbst eingespielt, die Antigone leitet Alexandr Chernoushenko, über den sich im (üpppigen) Beiheft keine Informationen finden. Aber weil auch hier Mikis Theodorakis als Produzent wirkt, darf auch diese Aufnahme als authentisch gelten.

Rainer Wagner [01.03.2001]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Mikis Theodorakis
1Electra (Oper in zwei Akten)
2Antigone
3Medea

Interpreten der Einspielung

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