In Paris wurde Georg Philipp Telemann nicht als Musikhandwerker, sondern als intellektueller Musiker geachtet. Dort musizierte er während seines achtmonatigen Aufenthalts im Jahre 1737 mit den besten Instrumentalisten und komponierte mit übergroßem Erfindungsreichtum seine Quadri à violino, flauto traversiere, viola da gamba o violoncello und Nouveaux Quatuors TWV 43. Karl Grebe, der ehemalige künstlerische Leiter der Telemann-Gesellschaft und Verfasser einer Telemann-Monografie, konstatierte, dass diese „berühmten Quartette auch bei vielfach wiederholtem Spiel keine Ermüdungserscheinungen zeigen oder bewirken“, und schreibt weiterhin: „In diesen Kompositionen steckt eine beneidenswerte Reserve von Lebenskraft, ein Überschuss, der durch eine glänzende Kompositionstechnik, durch untrügliches Formbewusstsein und durch ein bewundernswertes Gespür für die Sprache der Instrumente kontrolliert wird, unter denen sich das Violoncello endlich einmal selbstbewusst ausleben kann.“