zamus: early music festival – Paradise Lost
Do., 21.–Sa., 30. Mai 2026
Das zamus: early music festival bringt 2026 musikalische Paradiesvorstellungen und verborgene Klangwelten in die Kölner Konzertsäle. Unter dem Motto Paradise Lost präsentiert das Festival an zehn Tagen 21 Veranstaltungen an verschiedenen Spielorten in der ganzen Stadt. Über 200 Künstlerinnen und Künstler verbinden ihre Konzerte, Performances und interdisziplinäre Projekte mit historischer Aufführungspraxis und zeitgenössischem Tanz, Klangkunst oder Film.
Klangvolle Spurensuche nach dem verlorenen Paradies
Gemeinsam mit renommierten Solisten und Einzelkünstlern der internationalen Alte-Musik-Szene führen die Ensembles Collective of Unfinished Creation, Cinquecento, GaMuAk, PastForward, Céladon, Kölner Vokalsolisten, Orquesta Barroca de Sevilla, Evas Äpfel, Flautando Köln, Oriental Echo, [hanse]Pfeyfferey, VOX BONA, Primary Colors, tiefsaits, opia, Brosse Consort, Stephanie Thiersch / MOUVOIR und das zamus: amateur barock orchester auf eine klangvolle Spurensuche nach dem verlorenen Paradies.
„Wo das Paradies verloren geht, beginnt Verwandlung“, erklärt Midori Seiler, Künstlerische Leiterin des Festivals. „Sein Wesen liegt in seiner Beiläufigkeit: Wir erkennen das Paradies oft erst im Rückblick, nach der Katastrophe. Mit dem diesjährigen Festival begeben wir uns an diese Bruchstelle und blicken mit den Künstlerinnen und Künstlernin auf die ur-menschlichen Empfindungen, die über die Jahrhunderte in der Musik eingefangen wurden: Trauer, Sehnsucht, Aufbruch, aber auch das, was ein Tautropfen des ursprünglichen Paradieses in unsere DNA imprägniert zu haben scheint – die Fähigkeit zum Glücklichsein.“
Den Eröffnungsabend am 21. Mai in der Trinitatiskirche gestaltet das schweizerische Ensemble Collective of Unfinished Creation um die Flötistin Darina Ablogina mit einer zeitgenössischen Audio-Visual-Installation der Künstlerin Christina C. Messner, danach interpretiert das Vokalensemble Cinquecento die ergreifenden Klagelieder des biblischen Propheten Jeremia von Giovanni Pierluigi da Palestrina.
Am Folgetag am 22. Mai lädt das Ensemble GaMuAk sowie das neu gegründete Ensemble PastForward um den Violinisten Shunske Sato in das Museum für Ostasiatische Kunst zur koreanischer Musik- & Tanztradition sowie Musik des 19. Jahrhunderts aus Japan und Europa ein.
early music marathon
Der early music marathon am 24. Mai präsentiert nach einem interaktiven Familienkonzert mit Bastelworkshop im Bürgerzentrum Ehrenfeld vier weitere Kurzkonzerte im Stadtgarten Köln sowie der Christuskirche zu arabischen Gesängen, Opernszenen und unerhörten Frauenstimmen in der Alten Musik. Danach darf beim historischen Tanzball ausgelassen getanzt und gefeiert werden.
Am 30. Mai nimmt der Round Table Alte Musik Fragen zu Klassismus und der sozialen Dimension von Alter Musik in den Blick. Wer kann Alte Musik machen und Hören? Mit Kurzvorträgen, Gesprächen und Workshop wird über soziale Barrieren, Chancen und die Zukunft der Szene diskutiert.
Am gleichen Abend entwirft die Choreografin Stephanie Thiersch für die Abschlussveranstaltung in St. Michael eine eindringliche Performance für drei Tänzerinnen von MOUVOIR und die sechs Sänger der Kölner Vokalsolisten: Werke von Barbara Strozzi begegnen dem mystischen Iroha-Gesang (UA) der in Köln lebenden Komponistin Malika Kishino, eine Auftragskomposition von zamus: zentrum für alte musik (KGAM e.V.), ermöglicht von der Ernst von Siemens Musikstiftung.
Für weitere Informationen und das vollständige Programm: zamusearlymusicfestival.de
Tickets ab dem 19. März ab 17 Uhr unter zamusfestival.de, Theaterkasse Neumarkt oder telefonisch: +49 221 9874 38 21 (Mo, Mi, Fr 10:00–14:00 Uhr).
