Petition gegen Kürzungen im Kulturhaushalt
Über 47.000 Unterschriften gegen Kürzungen in der Stuttgarter Kulturlandschaft übergeben
Mehr als 47.000 Menschen haben sich mit ihrer Unterschrift gegen die geplanten Kürzungen im Stuttgarter Kulturbereich ausgesprochen. Am 18. Dezember 2025 wurden die Unterschriften im Rathaus Stuttgart an den Ersten Bürgermeister Dr. Fabian Mayer übergeben. Insgesamt beteiligten sich 36.513 Unterstützer online an der Petition, zusätzlich kamen über analoge Unterschriftenlisten 10.737 weitere Stimmen zusammen. Initiiert wurde die Petition von einem breiten kulturellen Stuttgarter Bündnis, darunter die Solidargemeinschaft Stuttgarter Theater mit dem Theater Rampe und dem Jungen Ensemble Stuttgart (JES), die Freie Tanz- und Theaterszene Stuttgart, soziokulturuelle Zentren und zahlreiche weitere Institutionen und Akteure sowie die Staatstheater Stuttgart.
Die Stadt soll attraktiv und lebenswert bleiben
Die Übergabe fand um 8:45 Uhr im Rathaus Stuttgart statt. Stellvertretend für die zahlreichen unterzeichnenden Einrichtungen, Vereine, Initiativen und Einzelpersonen übergaben Grete Pagan (JES) und Bastian Sistig (Theater Rampe) die Unterschriften und richteten einen kurzen Appell an die Verantwortlichen: „Dass so viele Menschen in kürzester Zeit unseren Appell unterzeichnet haben, zeigt deutlich: Die Stuttgarter stehen füreinander ein. Kultur, Bildung und Soziales ist den Menschen in dieser Stadt wichtig. Sie wollen nicht in einer Stadt leben, in der Sparpolitik zu Lasten derer gemacht wird, die sich dafür einsetzen, dass unsere Stadt lebenswert und attraktiv bleibt, nicht zuletzt auch für den vielbeschworenen Tourismus. […] Auch und gerade in einem Sparhaushalt gilt es politische Entscheidungen zu treffen und die Stadt zu gestalten. Wir sehen es besonders kritisch Strukturen zu gefährden, während an anderen Stellen Geld durchaus vorhanden zu sein scheint […]. Wer sich solche Extras gönnt und gleichzeitig an Kultur, Bildung und Sozialem spart, setzt den gesellschaftlichen Zusammenhalt aufs Spiel.“
