Einweihung der Steinmeyer-Konzertorgel
Staatstheater Augsburg präsentiert die Orgel im ersten Sinfoniekonzert der neuen Spielzeit
Auf diesen Moment haben unzählige Musikfreunde in Augsburg gewartet: Nach einer gut zehnjährigen Sanierungszeit weiht das Staatstheater Augsburg die frisch sanierte Steinmeyer-Orgel gemeinsam mit der Stadt Augsburg in einem festlichen Konzert neu ein. Im Laufe der Saison wird sie dann regelmäßig in Konzerten der Augsburger Philharmoniker erklingen, damit das Publikum möglichst oft in den Genuss des vielseitigen Instrumentes und der eher selten erklingenden Konzertliteratur für Orgel und Orchester kommt.
Bereits im Jahr 2010 ergriff die damals frisch gegründete Philharmonische Gesellschaft Augsburg die Initiative, die vor knapp 50 Jahren (1972) von der Firma Steinmeyer erbaute Orgel zu sanieren, und organisierte auf beispiellose Weise eine jahrelange, ehrenamtliche Spendenakquise unter dem 1. Vorsitzenden Jakob Janeschitz-Kriegl. Auf einen fünfstelligen, sehr ermutigenden Betrag der Kurt und Felicitas Viermetz-Stiftung folgten zahlreiche private, teils beträchtliche Spenden. Auch die Stadt Augsburg, der Bezirk Schwaben und die Bayerische Landesstiftung unterstützten die Sanierung großzügig. Verantwortlich zeichnet hierfür der Allgäuer Orgelbaumeister Siegfried Schmid aus Immenstadt, der sich mit zahlreichen Restaurierungen, Rekonstruktionen und Orgelbauten einen Namen gemacht hat.
Charismatischer Organist
Christian Schmitt gilt als einer der charismatischsten und virtuosesten Konzertorganisten der Gegenwart. Seit seinen Debüts bei den Berliner Philharmonikern unter Sir Simon Rattle und den Salzburger Festspielen mit Magdalena Kožena zählt Christian Schmitt zu den international gefragtesten Organisten. Seit 2014 ist er Principal Organist der Bamberger Symphoniker, für die er die Orgelserie für die Konzerthalle Bamberg kuratiert. Als Artist in Residence am Staatstheater Augsburg ist er in der Spielzeit 21/22 in zwei Sinfoniekonzerten, in einem Konzert der Reihe »Zukunft(s)musik« und zwei Solokonzerten zu erleben.
Eröffnungskonzerte der neuen Spielzeit 2021/22
Der frisch sanierten Orgel wird Schmitt im Eröffnungskonzert die monumentalen Klänge von Ad nos, ad salutarem undam von Franz Liszt (in der Orchesterfassung von Marcel Dupré) entlocken. Liszt legte seinem Orgelwerk den Choral der Wiedertäufer aus Giacomo Meyerbeers Oper Le Prophète zugrunde und Dupré war von dem Farbenreichtum der „Propheten-Fuge‟, wie sie Liszt selbst bezeichnete, so beeindruckt, dass er kurzerhand eine klangstarke Fassung für Orgel und Orchester schuf. Auch in Also sprach Zarathustra op. 30 von Richard Strauss ist Augsburgs neue Konzertorgel zu hören. Darin stellt der Komponist mit den berühmt gewordenen Anfangstakten die Tonarten C-Dur als Symbol für die Natur und das harmonisch weit entfernte H-Dur als Symbol für den Menschen gegenüber. Eröffnet wird das Konzert mit der Ouvertüre zu Richard Wagners Oper Tannhäuser.
Eröffnungskonzert der neuen Spielzeit und Orgeleinweihung im 1. Sinfoniekonzert
27. September, 20.00 Uhr - Kongress am Park
28. September, 20.00 Uhr - Kongress am Park
