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Meldung vom 07.10.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

BR Chor: Saisonstart mit geistlicher Musik aus Osteuropa

Saisoneröffnung des BR Chores am 24. Oktober im Prinzregententheater

Peter Dijkstra eröffnet die neue Spielzeit beim Chor des Bayerischen Rundfunks am Samstag, 24. Oktober, im Münchner Prinzregententheater mit einem eindringlichen Abend geistlicher Musik aus Osteuropa. Arvo Pärt, Henryk Górecki und Alfred Schnittke führen in Klangräume, in denen Glauben, Innenschau und Grenzüberschreitung auf faszinierende Weise miteinander verschmelzen.

Zentrale Werke

Gemeinsam mit dem Münchner Rundfunkorchester und Max Hanft an der Orgel erklingen an diesem Abend unter dem Titel "Aus der Tiefe" zentrale Werke von Pärt, Górecki und Schnittke. Für diese drei osteuropäischen Komponisten ist Musik ein existenzieller Rückzugsraum, in dem stilistische, religiöse und geografische Grenzen aufgehoben scheinen. Alfred Schnittke ließ sich nach der Komposition seines eindrucksvollen Requiems zum Gedenken an seine Mutter taufen. In diesem Werk für Soli, Chor und Instrumente verdichten sich Trauer, Hoffnung und spirituelle Suche zu einer hochdramatischen Klangsprache, die den ersten Teil des Abends prägt.

Asketische Musiksprache

Arvo Pärt fand vergleichsweise spät zur Religion und entwickelte aus dieser Erfahrung seine charakteristische, asketische Musiksprache. Sein De profundis für Männerchor, Tamtam, Röhrenglocken und Orgel entstand 1980, im Jahr seiner Emigration in den Westen, und ist eine eindringliche Vertonung des Bußpsalms Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir. Mit Für Jan van Eyck für gemischten Chor und Orgel setzt Pärt zudem einem der bedeutendsten Maler der Frührenaissance ein klingendes Denkmal und verbindet spirituelle Kontemplation mit einer fast ikonengleichen Klangästhetik.

"Miserere" von Henryk Górecki für Chor a cappella

Henryk Górecki schließlich war zeitlebens tief im katholischen Glauben verwurzelt. Sein Miserere für gemischten Chor a cappella, op. 44, gehört zu den Klassikern des geistlichen Repertoires und entfaltet durch seine schlichte Faktur und die langsame Steigerung eine überwältigende emotionale Kraft. Die konzentrierte Struktur und der Verzicht auf instrumentale Begleitung lassen den Chor besonders unmittelbar wirken.

Mit diesem Konzert eröffnet Peter Dijkstra nicht nur die neue Spielzeit, sondern setzt zugleich ein starkes künstlerisches Zeichen: Geistliche Musik aus Osteuropa wird als zeitlose Antwort auf existenzielle Fragen hörbar.

Karten: Restkarten an der Abendkasse erhältlich zu 23,- bis 55,- Euro.

Weitere Informationen unter br-chor.de

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