Musikpreis der Stadt Duisburg 2026 an Igor Levit verliehen
Der Preis würdigt die Verbindung von musikalischer Exzellenz und gesellschaftlicher Verantwortung
Der Pianist Igor Levit ist am Mittwochabend in der Philharmonie Mercatorhalle mit dem Musikpreis der Stadt Duisburg 2026 ausgezeichnet worden. Die Stadt würdigt damit einen Künstler, der zu den prägendsten Musikerpersönlichkeiten seiner Generation zählt und dessen Wirken weit über den klassischen Konzertbetrieb hinausreicht. Für Levit ist Musik nie allein Interpretation. Immer wieder verbindet er sein künstlerisches Schaffen mit gesellschaftlicher Kommunikation und öffentlicher Haltung. Besonders sichtbar wurde dies etwa im Frühjahr 2020, als die Konzertsäle weltweit geschlossen waren und Levit Abend für Abend von seinem Klavier in Berlin aus für Tausende Menschen im Livestream spielte. Neben seiner außergewöhnlichen künstlerischen Laufbahn prägt Levit seit Jahren auch seine klare öffentliche Positionierung gegen Antisemitismus, Hass und Ausgrenzung.
Musikalische Exzellenz und gesellschaftliche Verantwortung
Hans Jürgen Kerkhoff, Vorsitzender der Köhler-Osbahr-Stiftung, die den Musikpreis der Stadt Duisburg stiftet, sagte anlässlich der Auszeichnung: „Igor Levit steht für eine Künstlerpersönlichkeit, die weit über den Konzertsaal hinauswirkt. Seine Stimme hat in unserer Gesellschaft Gewicht – musikalisch wie menschlich.“
Mit dem Ruhrgebiet verbindet Igor Levit auch eine persönliche Geschichte. Als seine Familie Mitte der 1990er Jahre aus Nischni Nowgorod nach Deutschland kam, führte ihr Weg zunächst nach Dortmund. Dort begann, wie Levit selbst sagt, seine Biografie in Deutschland.
Bis heute ist diese Verbindung zur Region geblieben – unter anderem durch seine regelmäßigen Auftritte beim Klavier-Festival Ruhr.
Besonderes Projekt im Beethovenjahr 2027
Die Duisburger Preisverleihung fällt zugleich an den Beginn einer besonderen künstlerischen Saison für Levit in Nordrhein-Westfalen. Mit seinem Projekt „Alles Beethoven“ widmet er sich in der Saison 2026/2027 sämtlichen 32 Klaviersonaten Ludwig van Beethovens und bringt sie an verschiedenen Konzertorten in NRW zur Aufführung. In der Philharmonie
Mercatorhalle werden dabei auch die letzten drei Sonaten des Komponisten zu erleben sein, die Levit selbst als „Heiligtümer der Klavierliteratur“ bezeichnet
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