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Meldung vom 25.09.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Rollendebüt von Sonya Yoncheva als Julia im "La Vestale"

Erste Opernpremiere der Spielzeit 2026/27 an der Staatsoper Unter den Linden Berlin

Am 26. September 2026 gibt Sonya Yoncheva an der Staatsoper Unter den Linden ihr Rollendebüt als Julia, die titelgebende Vestalin in Gaspare Spontinis La Vestale. Die Neuproduktion (eine Koproduktion mit der Opéra national de Paris) von Lydia Steier ist die erste Opernpremiere der Spielzeit 2026/27. Die musikalische Leitung übernimmt Carlo Rizzi. An ihrer Seite sind David Butt Philip als Licinius, Marina Prudenskaya als Grande Vestale, Siyabonga Maqungo als Cinna und Adrian Sâmpetrean als Souverain Pontife zu erleben. Es spielen die Staatskapelle Berlin und der Staatsopernchor. Die Oper wird in französischer Sprache aufgeführt.

Titelheldin im Konflikt mit Gesellschaft und Staat

Im Mittelpunkt der Handlung steht die Vestalin Julia, die durch ihre Liebe zum römischen Feldherrn Licinius in einen tödlichen Konflikt mit der religiösen und staatlichen Ordnung gerät. „Julia in La Vestale ist eine Rolle, die ich schon lange singen wollte und auf die ich mich sehr freue“, so Sonya Yoncheva. „Das Werk wird heute leider nur noch selten gespielt. La Vestale steht am Übergang von der Klassik zur Frühromantik, ähnlich wie Cherubinis Médée, und die Musik ist absolut faszinierend. Die Anlage des Werks weist bereits auf Wagner voraus, während manche Stellen an Gluck erinnern. An Julia gefällt mir vor allem, dass sie so mutig ist und für ihre Überzeugungen einsteht. Sie ist im besten Sinne rebellisch.“

Größter Erfolg des Komponisten

Die 1807 in Paris uraufgeführte La Vestale war Spontinis größter Erfolg und entwickelte sich zu einer der meistgespielten Opern des 19. Jahrhunderts. Mit ihren groß angelegten Chorszenen, ihrer differenzierten Orchesterbehandlung und ihren Balletteinlagen wurde sie zu einem Wegbereiter der französischen Grand opéra und beeinflusste unter anderem Hector Berlioz und Richard Wagner. Mit Berlin ist das Werk auch historisch eng verbunden: Spontini wirkte von 1820 bis 1841 als preußischer Generalmusikdirektor und leitete in dieser Zeit die Königliche Oper in Berlin.

Weitere Vorstellungen mit Sonya Yoncheva folgen am 30. September sowie am 3., 6. und 9. Oktober 2026. Im Frühjahr 2027 kehrt sie für drei weitere Aufführungen am 30. April sowie am 6. und 8. Mai an die Staatsoper Unter den Linden zurück.

Regelmäßige Gastauftritte an der Staatsoper in Berlin

An der Staatsoper Unter den Linden war Sonya Yoncheva bereits in Neuproduktionen von Cherubinis Médée und Verdis La traviata zu erleben. Darüber hinaus sang sie dort Mimì in La bohème sowie die Titelrollen in Tosca, Madama Butterfly und Norma. Außerdem gastierte sie mit einem Barockkonzert und ihrem Liederabendprogramm Ad una stella im Haus.

Engagements an allen großen Bühnen

Im Juni 2026 gab die bulgarische Sopranistin ihr Rollendebüt als Rusalka mit dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra. Nach den Berliner Vorstellungen von La Vestale kehrt sie als Medea an die Metropolitan Opera zurück, singt die Titelrollen von Manon Lescaut am Opernhaus Zürich und an der Bayerischen Staatsoper, von Fedora konzertant am Teatro Real Madrid, von Norma an der Wiener Staatsoper sowie von Tosca in Athen und Zürich. Als Maddalena in einer Neuproduktion von Andrea Chénier gibt sie ihr Hausdebüt am Teatro dell’Opera di Roma. Im Juni 2027 kehrt sie als Cleopatra in einer Neuinszenierung von Händels Giulio Cesare an die Opéra Royal de Versailles zurück.

Konzertengagements und eine Gala in Neapel

Auf dem Konzertpodium tritt Yoncheva mit den Los Angeles Philharmonic, dem Royal Liverpool Philharmonic Orchestra und in einer Gala mit Plácido Domingo im Teatro di San Carlo in Neapel auf. Außerdem wirkt sie an der Jubiläumsgala zum 60-jährigen Bestehen der Metropolitan Opera am Lincoln Center mit.

Dieses Jahr erhält sie für ihr Wirken als Sängerin, Produzentin und Botschafterin der europäischen Kultur den Europäischen Kulturpreis.

Gaspare Spontini, La Vestale

www.staatsoper-berlin.de/de/veranstaltungen/la-vestale.27273/

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