Philip Glass: "The Fall of the House of Usher" - Aufführungen in Freiburg
Kammeroper in zwei Akten nach der gleichnamigen Erzählung von Edgar Allen Poe
Zur Saisoneröffnung der Spielzeit 2026/27 kündigt die Holst Sinfonietta die Freiburger Erstaufführungsserie von Philip Glass' Kammeroper The Fall of the House of Usher nach der gleichnamigen Erzählung von Edgar Allen Poe an. Unter der Musikalische Leitung von Klaus Simon wird das Stück in der Inszenierung von Joachim Rathke (Kiel) in der Ausstattung von David Mohorič (Maribor/Wien) fünfmal in der Freiburger Lokhalle zur Aufführung kommen.
Zwischen Traum und Wirklichkeit
1839 erschien erstmalig die berühmte Geschichte The Fall of the House of Usher von Edgar Allen Poe (1809-1849) in „Burton’s Gentleman’s Magazine“ in New York. Als Erfinder der modernen Kriminalliteratur gehört Poe mit seinen phantastischen Schauergeschichten zu den Vorreitern der Psychoanalyse. In der amerikanischen Literatur gilt er eher als Außenseiter. In Europa, bekannt gemacht durch seinen Bewunderer Charles Baudelaire, fanden seine Werke bald vor allem im deutschen Sprachraum eine begeisterte Leserschaft. Poes Dichtungen überschreiten oftmals die Grenzen zwischen Dies- und Jenseits, was ihre besondere Faszination ausmacht.
International gefeierter Komponist
Der US-Amerikaner Philip Glass (geb. 1937) gehört zu den populärsten zeitgenössischen Komponisten. Man bringt seinen Namen stets mit der Kunstrichtung der Minimal Music in Verbindung, einem Begriff, der zuerst durch den Amerikaner Tom Johnson und den Briten Michael Nyman (z. B. Das Piano) geprägt wurde. Sein Musikstil ist entscheidend durch die indische Musik und seinen Mentor Alla Rakha geprägt. Weltweit bekannt wurde Glass 1976 mit der Oper Einstein on the Beach, der zahlreiche gemeinsame Projekte mit Robert Wilson folgten. In den 1980er Jahren kam es zur Zusammenarbeit mit Achim Freyer in Stuttgart mit einer Glass-Trilogie, darunter der Uraufführung von Akhnaten (Echnaton). Inzwischen hat Philip Glass mehr als 20 Opern komponiert. Einem breiten Publikum ist er durch die Komposition von Filmmusik bekannt geworden (Koyaanisqatsi, Dracula, The Hours u. v. a.).
Musik als schwebender Klangteppich
Die Musik von Philip Glass unterstützt die markerschütternde Handlung durch einen schwebenden, vereinnahmenden Klangteppich, der den Hörer in eine Art meditativer Entrückung versetzt. Die scheinbare Ereignislosigkeit in der Musik unterstreicht, im Zusammenhang mit der Handlung, die albtraumhafte Atmosphäre dieser auf der gleichnamigen Erzählung von Edgar Allan Poe basierenden Schauerballade. Für Tenor, Bariton und Sopran hat Glass die drei Hauptpartien notiert. Er verwendet neben Gitarre, Schlagwerk und Synthesizer ein Instrumentarium Holzbläser, Horn und ein Streichquintett.
Philip Glass: The Fall of the House of Usher
Kammeroper in zwei Akten nach der gleichnamigen Erzählung von Edgar Allan Poe
Aufführung in englischer Originalsprache mit deutschen Untertiteln
Freiburger Erstaufführung, Dauer: 105 min. (inkl. einer Pause)
Lokhalle, Paul-Ehrlich-Straße 5, Freiburg
Premiere: Sa. 10. Okt. 2026 um 20 Uhr
- Weitere Vorstellungen: Mi. 14., Fr. 16. & Sa. 17. Okt. jeweils 20 Uhr & So. 18. Okt. 19 Uhr
- Inszenierung: Joachim Rathke
- Ekkehard Abele, William (Bariton)
- Wei-Chieh Tai, Rodercik Usher (Tenor)
- Leonor Pereira Pinto, Madeline (Sopran)
- Johannes Blank, Bass (Servant)
- Marcus Brock, Tenor (Physician)
- Holst Sinfonietta
- Musikalische Leitung Klaus Simon/Yves Scheuring (Mi. 17. OKT)
Vorverkauf: www.reservix.de
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