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Meldung vom 14.07.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Staatsoper Hamburg: Eröffnung der Spielzeit 2026/27 mit "Macbeth"

Premiere: Samstag, 12. September 2026

Mit Giuseppe Verdis Macbeth eröffnet die Staatsoper Hamburg die Spielzeit 2026/27. Regisseur und Intendant Tobias Kratzer rückt dabei die zeitlose Tragödie menschlicher Verantwortung in den Mittelpunkt. Ausgehend von Shakespeares Drama und Verdis Musiktheater fragt die Inszenierung nach den Grenzen menschlicher Entscheidungsfreiheit: Wie frei handeln wir? Wo beginnt persönliche Verantwortung – und wo endet sie? Gibt es so etwas wie Schicksal oder werden unsere Entscheidungen von Kräften bestimmt, die sich unserem Einfluss entziehen?

Grenzenloser Wille zur Macht

Im Zentrum steht ein Paar, das sich zwischen Liebe, Ehrgeiz, Angst und Schuld immer weiter in einen Kreislauf aus Gewalt verstrickt. Macbeth und Lady Macbeth erscheinen nicht als Gegenspieler, sondern als Menschen, die sich gegenseitig antreiben und gemeinsam an ihren Entscheidungen zugrunde gehen. Ihr Aufstieg zur Macht wird zum Prozess innerer Zersetzung, an dessen Ende Isolation, Wahnsinn und Tod stehen. Verdis Partitur verbindet elementare Wucht mit großer psychologischer Präzision. Zwischen monumentalen Chorszenen und Momenten von erschütternder Intimität entfaltet sich ein Opernthriller, der weniger Antworten gibt als grundlegende Fragen nach Freiheit, Verantwortung und Menschlichkeit stellt.

Psychologische Charakterzeichnung

Macbeth nimmt innerhalb von Verdis Schaffen eine Schlüsselstellung ein. Als erste Shakespeare-Oper des Komponisten verbindet das Werk psychologische Charakterzeichnung, große Chorpartien und dramatische Verdichtung zu einer Tragödie von außergewöhnlicher Intensität. Ausgangspunkt der Handlung ist die Weissagung der Hexen, die Macbeth den Königsthron prophezeien. Gemeinsam mit Lady Macbeth entscheidet er sich, das Schicksal gewaltsam herbeizuführen. Was zunächst wie der konsequente Weg zur Macht erscheint, entwickelt sich zu einer Spirale aus Mord, Schuld und wachsender Selbstentfremdung. Verdi zeichnet dabei weniger ein politisches Herrschaftsdrama als das Psychogramm zweier Menschen, deren Handlungen sie unaufhaltsam in den Abgrund führen.

Giuseppe Verdi, Macbeth

Melodramma in vier Akten – Zweite Fassung (1865)

Premiere: 12. September 2026 um 19 Uhr Großes Haus

www.die-hamburgische-staatsoper.de - Kartentelefon: +49 (0) 40 35 68 68

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