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Meldung vom 08.04.2024

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

"Nur die Geigen sind geblieben. Alma & Arnold Rosé"

Ausstellung an der Wiener Staatsoper

Am 4. April 1944 verstarb die österreichische Geigerin Alma Rosé, Leiterin des Frauenorchesters des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau. Die Umstände sind nicht restlos geklärt. Die Wiener Staatsoper nimmt den 80. Todestag der Musikerin zum Anlass, die Ausstellung »Nur die Geigen sind geblieben. Alma und Arnold Rosé« zu zeigen, die vom Haus der Geschichte Österreich kuratiert wurde. Erinnert wird nicht nur an das Schicksal der beiden ehemaligen Wiener Musikikonen – Alma Rosés Vater Arnold Rosé war langjähriger Konzertmeister der Wiener Philharmoniker und der Wiener Staatsoper, vielmehr setzt die Wiener Staatsoper sich damit erneut mit ihrer belasteten Vergangenheit auseinander.

Die Ausstellungseröffnung wurde musikalisch umrahmt von Mitgliedern des Opernstudios der Wiener Staatsoper, des Bühnenorchesters der Wiener Staatsoper sowie von Studierenden der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Die Ausstellung »Nur die Geigen sind geblieben. Alma & Arnold Rosé« im Marmorsaal sowie im Balkonumgang der Wiener Staatsoper kann im Rahmen eines Vorstellungsbesuches bis Ende Juni 2024 besichtigt werden.

Dr. Bogdan Roščić, Direktor Wiener Staatsoper:

»Die Entfernung der Familie Rosé aus dem Wiener Kulturleben ist ein Lehrstück über die Brutalität, die Geschwindigkeit und die Gründlichkeit der Judenverfolgung in dieser Stadt ab 1938 und auf das Engste verbunden mit dem schlimmsten Kapitel der Geschichte der Wiener Staatsoper. Diese Ausstellung gehört in das Haus am Ring. Ich danke dem Haus der Geschichte Österreich, dass wir sie aus Anlass des 80. Todestages von Alma Rosé zeigen können.«

Dr. Monika Sommer, Direktorin Haus der Geschichte Österreich:

»Die Biografien von Alma und Arnold Rosé führen uns ein hochaktuelles Thema vor Augen: Wie rasch Antisemitismus in einer Gesellschaft mehrheitsfähig werden kann und sich auch gegen hoch angesehene Persönlichkeiten richtet, die eben noch zum Ruhm Österreichs beigetragen haben. Ich freue mich sehr, dass die Staatsoper diese Ausstellung zeigt.«

Ausstellung: »Nur die Geigen sind geblieben. Alma & Arnold Rosé«
4. April bis Ende Juni 2024 - Marmorsaal sowie Balkonumgang der Wiener Staatsoper.

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