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Meldung vom 11.05.2022

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Konzert „Wolfgang Rihm“ in Anwesenheit des Komponisten

Werke von Wolfgang Rihm, ehemaligen Schülern und Wegbegleitern

Das Institut für Neue Musik der Hochschule für Musik Freiburg veranstaltet am Samstag, den 21. Mai 2022, ein Konzert zu Ehren von Wolfgang Rihm. Der berühmte Komponist, der an der Freiburger Hochschule studiert hat, kommt persönlich zu dem Konzert. Neben drei seiner Werke werden Stücke ehemaliger Rihm-Schüler und eine Uraufführung geboten. Es spielen Studierende gemeinsam mit dem Ensemble Recherche.

Der 1952 in Karlsruhe geborene Wolfgang Rihm ist einer der bekanntesten Komponisten zeitgenössischer Musik in Deutschland. Darüber hinaus ist er auch eine wichtige Lehrerfigur. Für seine Tätigkeit wurde er mit zahlreichen Preisen und Orden ausgezeichnet, unter anderem mit mehreren Bundesverdienstkreuzen. In den frühen 1970er-Jahren studierte er an der Hochschule für Musik Freiburg Komposition bei Klaus Huber und Musikwissenschaft bei Hans Heinrich Eggebrecht. Johannes Schöllhorn, Leiter des Instituts für Neue Musik an der Hochschule für Musik Freiburg, erklärt: „Wolfgang Rihm ist einer der bekanntesten lebenden Komponisten in Deutschland und weltweit, der auch musikalisch und ästhetisch einen großen Einfluss auf die Neue Musik ausgeübt und viele Musiker geprägt hat.“

Musik von Schülern und Wegbegleitern

Auf dem Programm steht sowohl Musik von Wolfgang Rihm als auch Stücke mehrerer Komponisten unterschiedlicher Generationen, die entweder Schüler von Rihm waren oder durch seine Arbeit geprägt und inspiriert wurden. Etwa 30 Studierende der Hochschule für Musik Freiburg spielen „side by side“, also gemeinsam mit den Musikern des „Ensemble Recherche“, in jeweils unterschiedlichen Besetzungen: Neben drei Werken von Rihm (Pol-Kolchis-Nucleus) gibt es Musik seiner ehemaligen Schüler Markus Hechtle (Professor für Komposition und Zeitgenössische Musik an der Hochschule für Musik Karlsruhe), Rebecca Saunders (preisgekrönte Komponistin aus Großbritannien) sowie der 1986 geborenen Kathrin A. Denner, die auch bei Johannes Schöllhorn in Freiburg ihr Konzertexamen absolviert hat. Außerdem steht die extra für diesen Anlass komponierte Uraufführung eines Werks der Freiburger Kompositionsstudentin Da Eun Jun auf dem Programm, die zusätzlich zu dem Instrumental-Ensemble auch Elektronik in ihr Stück einbindet.

Klangliches Kaleidoskop, im Konzertsaal verteilte Musiker

Das Programm hat Friederike Scheunchen, Leiterin des Ensembles für Neue Musik und Neue Kammermusik an der Hochschule für Musik Freiburg, gemeinsam mit dem Artistic Manager des Ensemble Recherche, Clemens K. Thomas, zusammengestellt. Sie wird das Konzert auch dirigieren und beschreibt es als ein „buntes klangliches Kaleidoskop mit Stücken, die alle einen starken Bezug zu Wolfgang Rihm haben“. Das zeige, wie groß Rihms Einfluss als Komponist und als Lehrer in der Neuen Musik sei, so Friederike Scheunchen. Je nach Stück spielen dabei ganz unterschiedliche Besetzungen (zwischen fünf und 13 Musiker), unter anderem Blechblasinstrumente, Harfe, Klarinette, Klavier, Schlagzeug und Cello. Und das nicht immer auf der Bühne: „Das Stück Stirrings von Rebecca Saunders ist ganz stark räumlich gedacht: Die Musiker sind dafür im kompletten Konzertsaal verteilt und synchronisieren ihre unterschiedlichen Stimmen durch Stoppuhren. Sie müssen aber trotz des räumlichen Abstands sehr wach aufeinander reagieren “, erklärt Friederike Scheunchen.

Die Zusammenarbeit des „Ensemble Particles“ (dem Ensemble für zeitgenössische Musik der Hochschule für Musik Freiburg) mit dem „Ensemble Recherche“ sei für die Studierenden eine wichtige Erfahrung, beschreibt Johannes Schöllhorn: „Gemeinsam mit dem professionellen ‚Ensemble Recherche‘ zu proben, das bereits viele Erfahrungen mit der Musik von Wolfgang Rihm gesammelt hat, und von seinen Mitgliedern zu lernen, ist für unsere Studierenden sehr spannend. Sie werden davon für ihre zukünftige Arbeit stark profitieren.“

Das Konzert ist die erste Ensemble-Kooperation dieser Art mit dem „Ensemble Recherche“ und somit aus mehrerlei Hinsicht ein besonderes Projekt.

Das Ensemble Recherche

Seit 1985 widmen sich die Mitglieder des Ensemble Recherche dem Neuen und Unbekannten. Über den Zeitraum von mehr als drei Jahrzehnten, mit über 600 Uraufführungen und rund 50 CD-Einspielungen, hat das Freiburger Ensemble musikalische Gegenwart gestaltet und Musikgeschichte geschrieben. Die acht Musikerinnen und Musiker – allesamt international konzertierende Solisten im Bereich der Neuen Musik – verbindet die große Lust am Experimentieren und die Begeisterung für die intensive Auseinandersetzung mit der Gegenwart. Die acht Solistinnen und Solisten stellen ihre enorme Musikalität und ihre individuellen Persönlichkeiten in den Dienst des Kollektivs, um gemeinsam, als Ensemble, an der musikalischen Gegenwart zu forschen. Dem hohen Elan und dem persönlichen Einsatz jedes und jeder Einzelnen ist es zu verdanken, dass sich das freie Ensemble in über drei Jahrzehnten zu einem der wichtigsten Akteure der Neuen Musik etabliert hat.

Über die Hochschule für Musik Freiburg

Die Hochschule für Musik Freiburg wurde 1946 gegründet und hat etwa 600 Studierende. Unterstützt werden sie von mehr als 200 Lehrenden und etwa 40 Mitarbeitenden in Technik und Verwaltung. Mehr als 400 Veranstaltungen pro Jahr machen die Hochschule zu einer wichtigen kulturellen Adresse in der Stadt Freiburg und im Land Baden-Württemberg. Mit dem Freiburger Forschungs- und Lehrzentrum Musik (FZM), das gemeinsam mit der Universität Freiburg betrieben wird, hat die Hochschule für Musik ihr Profil im Bereich musikbezogener Forschung ausgebaut und beherbergt eines der größten europäischen Institute für die Gebiete Musiktheorie, Musikwissenschaften, Musikpädagogik und Musikphysiologie.

Das Konzert

Mitwirkende

Programm

Ein Konzert des Instituts für Neue Musik in Kooperation mit „Ensemble Recherche“.

Der Eintritt ist frei.

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