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Meldung vom 12.07.2020

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Grundsteinlegung für Neubau Theaterwerkstätten in Hannover

Ein Meilenstein für die Staatstheater Hannover

Am vergangenen Donnerstag Vormittag kamen der Niedersächsische Minister für Wissenschaft und Kultur Björn Thümler sowie die Geschäftsführung der Staatstheater Hannover (Schauspiel-Intendantin Sonja Anders, Staatsopern-Intendantin Laura Berman und Verwaltungsdirektor Jürgen Braasch) gemeinsam mit Gästen und Vetretern der beteiligten Bautunternehmen zusammen, um der feierlichen Grundsteinlegung für den Neubau der Dekorationswerkstätten der Niedersächsischen Staatstheater Hannover beizuwohnen.

„Die Werkstatt, die hier in den kommenden Monaten entsteht, verspricht vor allem denjenigen, die die Bühnenbilder bauen und gestalten ein besseres, sichereres Arbeiten“, so Niedersachsens Kulturminister Björn Thümler. „Wir fördern den Neubau mit 26,5 Millionen Euro. Denn Bühnenbild, Requisite und Kostüm sind nicht nur Beiwerk, sondern unverzichtbarer Teil einer Theaterproduktion. Sie sind Teil der Geschichte.“

Entstehung modernster Theaterwerkstätten

Jürgen Braasch, Verwaltungsdirektor: „Der Neubau ist ein Meilenstein für die Staatstheater Hannover und zugleich ein wichtiger Schritt, um die Leistungsfähigkeit und Produktivität unseres Theaterbetriebes auf den Stand der heutigen Technik zu bringen.“

Laura Berman, Intendantin Staatsoper (Vorschlag): „Große Bühnen brauchen große Visionen. Für die Künstlerinnen und Künstler sind das fabelhafte Aussichten - und auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Staatstheater Hannover werden damit noch attraktiver - als Arbeitgeberin und Kulturmotor der Region.“

An der Bornumer Straße wird bis Ende 2021 eine der modernsten Theaterwerkstätten Deutschlands entstehen, welche den arbeitsrechtlichen Bedingungen gerecht wird und auch im Hinblick auf Effizienz und digitale Produktionsweisen ein Vorzeigeprojekt in der deutschsprachigen Theaterlandschaft ist. Zeitgleich läutet das Bauvorhaben als Pilotprojekt die Zukunft des digitalen Bauens in Niedersachsen ein. Auf rund 10.000 m² Bruttogeschossfläche werden in Zukunft die 78 Mitarbeiter*innen der Gewerke Tischlerei, Schlosserei, Malsaal, Bühnenplastik und Dekoration für die Herstellung der Bühnenbilder von Staatsoper und Schauspiel Hannover arbeiten. Jedes Jahr entstehen hier rund 40 Bühnenbilder für das Opernhaus, das Schauspielhaus und den Ballhof.

Das bisherige Gebäude stammt aus dem Jahr 1930

Derzeit sind die Theaterwerkstätten in dem viel zu kleinen Werkstattgebäude an der Hildesheimer Straße hinter der Stadtbibliothek untergebracht. Das 1930 errichtete Magazin- und Werkstattgebäude der Staatstheater ist bereits seit vielen Jahren stark sanierungsbedürftig und technisch veraltet. Da es an entsprechenden Montageflächen sowie an jeder Hebe- und Ladetechnik fehlt, werden bis heute alle Materialien weitgehend händisch bewegt. „Wir verarbeiten jährlich etwa 75 Tonnen Stahl, 40.000 m Holzlatten und 10.500 m² Plattenwerkstoffe wie Sperrholz, Multiplex und Tischlerplatte in unseren Dekorationswerkstätten. Das alles nur mit Muskelkraft in beengten Räumen zu bewegen, ist ein kaum noch hinnehmbarer Zustand“ erklärt Jürgen Braasch.

Die Finanzierung des Werkstattneubaus ist durch das Land Niedersachsen zugesichert und aktuell mit einer Summe von 26,5 Mio. Euro budgetiert. Die Entwürfe stammen von dem Architekturbüro BKSP und Partner aus Hannover, welches sich zuvor in einem europaweiten Architekturwettbewerb durchsetzen konnte. Die Bauplanung erfolgt mithilfe von modernster digitaler Technik – der Werkstattneubau ist das erste öffentliche Bauprojekt in Niedersachsen, welches mit der innovativen Building Information Modeling-Methode entsteht.

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