Rheingau Musik Preis 2020 für Barenboim und das West-Eastern Divan Orchestra
Das Orchester steht für Tolerenz und Völkerverständigung
Das West-Eastern Divan Orchestra und sein künstlerischer Leiter Daniel Barenboim werden mit dem Rheingau Musik Preis 2020 ausgezeichnet. Die durch das Rheingau Musik Festival initiierte Auszeichnung wird in diesem Jahr zum 27. Mal vergeben und ist mit 10.000 € dotiert. Das Preisgeld wird vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst zur Verfügung gestellt.
In der Begründung heißt es: „Daniel Barenboim ist nicht nur einer der renommiertesten Dirigenten und Künstlerpersönlichkeiten unserer Zeit, sondern auch ein großer Humanist, Freidenker und Visionär von unschätzbarem gesellschaftlichen Wert. So ist die Mitbegründung und künstlerische Leitung des West-Eastern Divan Orchestra ein Zeugnis (s)eines beispiellosen Engagements für Frieden und Völkerverständigung. Mit diesem außergewöhnlichen Klangkörper erklingen nicht nur musikalische Sternstunden, sondern sie liefern zudem einen unschätzbaren Beitrag zur kulturellen Bildung und internationalen Integration. Gerade in unserer heutigen gesellschaftlich herausfordernden Zeit wird deutlich, dass es solch bedeutende Persönlichkeiten und Projekte braucht, die mit Vision, Mut und Unnachgiebigkeit fest an die Kraft der Kunst im Allgemeinen und die Kraft der Musik im Besonderen glauben und sie in die Welt tragen.“
Die Preisverleihung muss verschoben werden
Der Rheingau Musik Preis hätte dem West-Eastern Divan Orchestra und Daniel Barenboim im Rahmen ihres Konzertes am 6. August 2020 im Kurhaus Wiesbaden verliehen werden sollen. Aufgrund der Absage des Rheingau Musik Festivals 2020 im Zuge der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie, wird die Verleihung zu einem späteren Zeitpunkt nachgeholt. In dieser Krisenzeit liegt es dem Festival ganz besonders am Herzen, den Preis dennoch zu vergeben.
Das West-Eastern Divan Orchestra ist seit 20 Jahren eine bedeutende Formation in der internationalen Musikwelt. Im Jahr 1999 riefen Daniel Barenboim und der verstorbene palästinensische Literaturwissenschaftler Edward W. Said einen Workshop für junge Musiker ins Leben, um die Koexistenz und den interkulturellen Dialog zu fördern. Sie benannten das Orchester und den Workshop nach Johann Wolfgang von Goethes Gedichtsammlung „West-östlicher Diwan“, einem zentralen Werk für die Entwicklung des Konzepts der Weltkultur. Die ersten Probensitzungen des Orchesters fanden in Weimar und Chicago statt. Mittlerweile ist es beispielgebend für zahlreiche ähnliche künstlerische Unternehmungen. Israelis und Araber spielen im West-Eastern Divan Seite an Seite und bilden einen Leuchtturm der Völkerverständigung.
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