Liebesleid und Lebenslust
Premiere für Neuinszenierung „Ariadne auf Naxos“ von Richard Strauss in Weimar
Im Großen Haus des DNT Weimar hebt sich am Samstag, 7. März 2020, 19.30 Uhr der Vorhang für die Premiere der Oper Ariadne auf Naxos von Richard Strauss, die in enger Zusammenarbeit mit dem Dichter Hugo von Hofmannsthal entstand. In einem brillanten Spiel im Spiel verschiedener Künstlercharaktere vor und hinter den Kulissen lässt das kongeniale Duo Ernst und Komik, Liebesleid und Lebenslust, Konventionen und Genres aufeinanderprallen.
Ort des turbulenten Geschehens ist eine gesellige Abendveranstaltung, bei der die tragische Oper Ariadne auf Naxos und zur anschließenden Erheiterung die derbe Tanzposse Die ungetreue Zerbinetta und ihre vier Liebhaber gespielt werden sollen. So der Wunsch des neureichen Gastgebers, der kurz vor Beginn überraschend die gleichzeitige Aufführung beider Stücke bestimmt. Spontan müssen sich das Opernensemble und die Komödiantentruppe daraufhin arrangieren, die tragische Handlung mit komischen Elementen verbinden, Todessehnsucht mit Lebensfreude kreuzen. Dabei offenbaren sich nicht nur Gegensätze, denn je näher sich die Künstlerinnen und Künstler kommen, desto deutlicher wird, dass sie auch Gemeinsamkeiten haben.
Inszenierung auf mehreren Ebenen
Regisseur Martin G. Berger, der am DNT Weimar 2017 bereits Bernsteins Candide auf die Bühne gebracht hat, entführt das Publikum auf eine opulente Zeitreise ins Uraufführungsjahr (1916) von Ariadne auf Naxos. Gemeinsam mit seinem Team Sarah-Katharina Karl (Bühne), Alexander Djurkov Hotter (Kostüme) und Roman Rehor (Video) setzt er dabei das in der Oper geforderte ›Gleichzeitig Spielen‹ in die Tat um. Unter der musikalischen Leitung des 1. Koordinierten Kapellmeisters Dominik Beykirch entfaltet seine Inszenierung die Geschichte auf mehreren Ebenen und eröffnet durch Bezüge zur Entstehungszeit ganz neue Perspektiven auf das Werk. In Verbindung mit ebenso humorvollen wie tiefgründigen Einblicken in die Gedanken und Gefühlswelten von Ariadne, Zerbinetta, Harlekin und Co. wird dabei die Frage verhandelt, wie wir uns ausdrücken, wie wir leben und lieben wollen.
Es singen und spielen unter anderem Camila Ribero-Souza, Ylva Stenberg, Sayaka Shigeshima, Ric Furman, Max Landgrebe, Heike Porstein, Marlene Gaßner, Emma Moore, Uwe Schenker-Primus, Jörn Eichler und Äneas Humm. Es spielt die Staatskapelle Weimar sowie ein Jazztrio aus Banjo, Bassposaune und Klarinette, für das Karl Epp die Arrangements geschrieben hat.
Für die Premiere sind noch Restkarten erhältlich.
Weitere Vorstellungen: 13., 29.3., 11., 18.4., 2., 24.5., 7. und 18.6.2020
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