Die Saison 2018/2019 am Grand Théâtre de Genève
Das Grand Théâtre de Genève präsentierte am 27. April im Rahmen einer Pressekonferenz in der Opéra des Nations die letzte Saison des aktuellen Generaldirektors Tobias Richter. In deren Zentrum stehen drei Neuproduktionen, die Rückkehr ins Theater an der Place de Neuve, die Wiederaufnahme von Der Ring des Nibelungen in der Inszenierung von Dieter Dorn sowie der Abschied von der Opéra des Nations. Zwei Werke werden erstmals in Genf gezeigt: Viva la mamma! (Donizetti) und The Beggar’s Opera (die Originalversion von Johann Christoph Pepusch). Eine Saison des Abschieds, die im Zeichen des Neuen steht.
Die Saison 2018-2019 spielt sich zwischen der Opéra des Nations, die drei Jahre lang Ausweichquartier des Theaters war, und dem Grand Théâtre de Genève ab, wo man nun die umgestalteten Foyers und weitere neue Räumlichkeiten entdecken kann. Zahlreiche Künstler, die die Intendanz von Tobias Richter geprägt haben, werden aus diesem Anlass nach Genf zurückkehren: Robert Carsen, Laurent Pelly, Teodor Currentzis, Patricia Petibon, Paolo Arrivabeni, David McVicar, Matthias Hartmann, John Fiore, Dieter Dorn, Jürgen Rose und viele andere.
Drei Neuproduktionen stehen auf dem Spielplan dieser letzten Saison: Carmen von Bizet in einer Interpretation von Reinhild Hoffmann, Boris Godunow von Mussorgsky inszeniert von Matthias Hartmann und Un ballo in maschera in einer Inszenierung von Giancarlo del Monaco und Richard Peduzzi. Im Graben wird das Orchestre de la Suisse Romande (OSR), dessen Kalender ansonsten durch die Feierlichkeiten seines einhundert jährigen Bestehens dicht gefüllt ist, als wichtigster künstlerischer Partner vier Produktionen begleiten. Des Weiteren spielen L’Orchestre de Chambre de Genève (L’OCG), die Cappella Mediterranea und das Ensemble MusicAeterna aus Perm. Als Koproduktion mit der Opéra National de Lyon und dem Gran Teatre del Liceu kommt Viva la Mamma! heraus und mit der English National Opera Médée.
Das von Jacques-Élisée Goss entworfene und 1879 eröffnete Grand Théâtre de Genève wurde drei Jahre lang grundlegend saniert. Die Arbeiten wurden von der Stadt Genf und einer Genfer Stiftung finanziert. Anfang 2019 wird das Publikum die Foyers mit ihren Gemälden in ihrem ursprünglichen Glanz bewundern können.
Viele große Stimmen werden in dieser letzten Saison in Liederabenden zu hören sein: der Bassbariton Luca Pisaroni am 2. November, der polnische Tenor Piotr Beczała am 16. November, die Mezzosopranistin Dame Sarah Connolly am 7. März sowie der Bariton Christian Gerhaher, der ein Schumann-Programm gestalten wird, am 20. Mai. Am Klavier werden diese Sänger begleitet von Malcolm Martineau, Helmut Deutsch, Julius Drake und Gerold Huber. Zwei weitere Abende drehen sich auch um den Gesang: Liebeslieder Walzer am 27. Februar mit Marlis Petersen, Werner Güra, Anke Vondung und Paul Armin Edelmann, sowie ein Konzert mit Patricia Petibon und dem Ensemble Amarillis am 21. Juni 2019. Weitere Informationen unter https://www.geneveopera.ch
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