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Meldung vom 11.06.2026

Hinweis im Sinne des Gleichbehandlungsgesetzes

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.

Petr Popelka wird Bayerischer Generalmusikdirektor 2029/30

Er folgt damit auf Vladimir Jurowski, dessen Amtszeit mit Ende der Spielzeit 2028/29 endet

Der Bayerische Staatsminister für Wissenschaft und Kunst, Markus Blume, beruft den tschechischen Dirigenten Petr Popelka ab der Spielzeit 2029/30 zum Bayerischen Generalmusikdirektor. Er folgt damit auf Vladimir Jurowski, dessen Amtszeit mit Ende der Spielzeit 2028/29 endet. Mit dem Amt des Bayerischen Generalmusikdirektors übernimmt Petr Popelka zugleich die Musikalische Leitung der Bayerischen Staatsoper und des Bayerischen Staatsorchesters. Der traditionsreiche Titel steht seit dem 19. Jahrhundert für die höchste musikalische Verantwortung am Nationaltheater München und verbindet die künstlerische Prägung des Opern- und Konzertbetriebs mit der Leitung eines der ältesten und renommiertesten Orchester Europas.

Nachfolger bedeutender Musikerpersönlichkeiten

Petr Popelka reiht sich damit in eine bedeutende Tradition großer Musikerpersönlichkeiten ein, die das Bayerische Staatsorchester und die Bayerische Staatsoper über Generationen geprägt haben – darunter Hermann Levi, Richard Strauss, Bruno Walter, Hans Knappertsbusch, Sir Georg Solti, Joseph Keilberth, Wolfgang Sawallisch, Zubin Mehta, Kent Nagano, Kirill Petrenko und Vladimir Jurowski.

International profilierter Dirigent

Petr Popelka zählt zu den international profiliertesten Dirigenten seiner Generation. Nach seiner Ausbildung in Prag und Freiburg war er von 2010 bis 2019 stellvertretender Solo-Kontrabassist der Sächsischen Staatskapelle Dresden, bevor er seine Dirigentenlaufbahn begann. Seit 2024 ist er Chefdirigent der Wiener Symphoniker; zuvor leitete er das Radio-Symphonieorchester Prag und das Norwegische Rundfunkorchester. Gastengagements führten ihn unter anderem zu den Berliner Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Cleveland Orchestra, dem Chicago Symphony Orchestra, dem NHK Symphony Orchestra, an die Semperoper Dresden, an das Opernhaus Zürich sowie an zahlreiche führende europäische Orchester und Opernhäuser. An der Bayerischen Staatsoper debütierte Petr Popelka bei den Münchner Opernfestspielen 2025 mit Leoš Janáčeks Káťa Kabanová. Für die Münchner Opernfestspiele 2026 kehrt er mit Antonín Dvořáks Rusalka an die Bayerische Staatsoper zurück.

Serge Dorny, Staatsintendant der Bayerischen Staatsoper

„Wir freuen uns sehr, Petr Popelka ab der Spielzeit 2029/30 als Bayerischen Generalmusikdirektor an der Bayerischen Staatsoper willkommen zu heißen. Über viele Jahre hinweg konnte ich seine künstlerische Entwicklung aufmerksam verfolgen, zuletzt insbesondere in seiner Arbeit mit den Wiener Symphonikern. Dabei haben mich seine musikalische Klarheit, seine außergewöhnliche Fähigkeit zur Klanggestaltung und seine unmittelbare Verbindung zu Musikerinnen und Musikern nachhaltig beeindruckt.

Zugleich verbindet Petr Popelka künstlerische Neugier und programmatische Offenheit mit dem Anspruch, Musiktheater stets aus der Gegenwart heraus weiterzudenken. Ich freue mich sehr auf die zukünftige Zusammenarbeit und darauf, gemeinsam mit ihm die künstlerische Entwicklung unseres Hauses fortzuführen. Mit Petr Popelka gewinnt die Bayerische Staatsoper einen herausragenden Künstler, der Tradition und Erneuerung auf überzeugende Weise miteinander verbindet.“

Petr Popelka, des. Generalmusikdirektor der Bayerischen Staatsoper

„Die Bayerische Staatsoper und das Bayerische Staatsorchester stehen an der Spitze des internationalen Musiklebens. Seit Jahrzehnten setzen die Münchener Opernabende und Konzerte des Bayerischen Staatsorchesters Maßstäbe und ich fühle mich geehrt, zum neuen Generalmusikdirektor ernannt worden zu sein.

Seit dem ersten Moment mit dem Orchester war mir klar, dass dies der Ort ist, an dem für mich eine besondere künstlerische Beziehung heranwachsen kann. Ich liebe München und seit Langem bewundere ich die unglaubliche Tradition und Innovationskraft dieses Hauses. In wenigen Metropolen hat Oper heute noch den Stellenwert wie in der Bayerischen Landeshauptstadt, in der ich kurze Zeit während meines Studiums gelebt habe, bevor ich zehn Jahre lang im Orchestergraben der Semperoper spielte und später Dirigent wurde.

Oper ist eine Gemeinschaftsleistung, wie sie in kaum einem anderen Beruf existiert. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit dem herausragenden Bayerischen Staatsorchester, dem Bayerischen Staatsopernchor und dem Ensemble der Bayerischen Staatsoper, aber auch mit allen Gewerken und dem Management des Hauses – und nicht zuletzt auf das Münchner Publikum und Gäste aus aller Welt, die hier Musik und Oper auf einmaligem Niveau erleben wollen.“

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