Compiete op. 7 – Psalms & Antiphones for Night Prayer Ensemble Polyharmonique • Alexander Schneider
cpo 1 CD 555 685-2
Die Komplet ist das letzte Gebet des Tages im kirchlichen Stundengebet und beschließt so den Offizium genannten Tageslauf der betenden Kirche. Sie bereitet die Gebetsgemeinschaft auf die Nachtruhe vor, die unter Gottes Schutz gestellt wird. Der Komplet schließen sich marianische Antiphonen an, die zusätzlich die behütende Fürsprache der Gottesmutter über die Schlafenden herabrufen. Die auf dieser CD vorgestellten Kompositionen für diesen nächtlichen Gebetsgottesdienst zeigen freilich alles andere als Musik, die auf eine stille Nachtruhe vorbereitet – sie sind vielmehr in der lebendigen Gestaltung aller ihnen innewohnenden Affekte Meisterwerke der vitalen italienischen geistlichen Musik des 17. Jahrhunderts.
Ensemble Polyharmonique
Alexander Schneider (Leitung)
Finale Schlagzeug beim 75. Internationalen Musikwettbewerb der ARD
Beide Finalisten mussten im Herkulessaal das Konzert für Schlagzeug und Orchester von Friedrich Cerha mit dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Bar Avni präsentieren. Das 2008 vollendete Werk ist klassisch in drei Sätze gegliedert, für die der Solist auch entsprechende Etappen auf dem Podium zurücklegen muss. Die Ecksätze werden den Worten des Komponisten zufolge von „eruptiven Trommelereignissen“ gerahmt. [14.09.2026]
Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit sowie der orthographischen und grammatikalischen Korrektheit wird auf die Praxis der verkürzten geschlechterspezifischen Differenzierung verzichtet. Entsprechende Begriffe gelten im Sinne der Gleichbehandlung gleichermaßen für alle Geschlechter.
Daniil Trifonov muss Konzerte absagen - Vikingur Ólafsson übernimmt
Konzerte der Berliner Philharmoniker in Berlin und auf Tournee nach Nord- und Südamerika
Vikingur Olafsson, Foto: Ari Magg
Aufgrund einer Verletzung ist es Daniil Trifonov leider nicht möglich, die im Oktober geplanten Konzerte in Berlin und auf der anschließenden Tournee der Berliner Philharmoniker nach New York, Bogotá, São Paulo und Buenos Aires zu spielen. Die Berliner Philharmoniker und Kirill Petrenko wünschen Daniil Trifonov eine baldige Genesung und sind Víkingur Ólafsson sehr dankbar, dass er ohne Programmänderung einspringen kann. [16.09.2026]
BR/musica viva: Marionetten von Baselitz und Klassiker des Kanze Nō -Theaters
Szenische Gastspiele aus Salzburg und Tokio am 22. und 24. September im Prinzregententheater
Das Salzburger Marionettentheater gastiert mit Strawinskys "Die Geschichte vom Soldaten" in der Ausstattung von Georg Baselitz. Foto: Bernhard Müller
Die musica viva des Bayerischen Rundfunks präsentiert am 22. und 24. September zwei hochkarätige szenische Gastspiele: Das Salzburger Marionettentheater bringt Strawinskys Geschichte vom Soldaten ins Münchner Prinzregententheater, ausgestattet von Georg Baselitz. Aus Japan gastiert das Kanze Nō-Theater-Ensemble mit seinem berühmten Hauptdarsteller und Großmeister Kiyokazu Kanze, XXVI. Großmeister der Kanze-Schule. [16.09.2026]
Aufnahme mit Werken von Dupré und Liszt mi der Dresdner Philharmonie unter Leitung von Kahchun Wong
Album "Lengends" mit Olivier Latry (erschein am 30.10.2026), Foto: La dolce volta
Der Titel ist Programm. Das neue „Album Legends“ (VÖ: 30.10.26) von Olivier Latry mit der Dresdner Philharmonie unter Kahchun Wong vereint Kompositionen zweier Legenden, die beide exemplarische Werke für die Orgel geschrieben haben: Zum einen die zentralen 3 Preludes und Fugen für Orgel op. 7 und Cortége & Litanei für Orgel und Orchester, sowie Franz Liszts Légende Saint-François de Paule und die Fantasie und Fuge auf den Choral Ad nos, ad salutarem undam, in einer Bearbeitung von Marcel Dupré für Orgel und Orchester. [16.09.2026]
Allensbach-Umfrage des Deutschen Musikinformationszentrums ergibt dies als Mehrheitsforderung
Foto: Bild erstellt mit KI unter Verwendung von ChatGPT (OpenAI)
KI-generierte Musik ist für viele Menschen bereits Teil ihrer Hörerfahrung. Zugleich wünscht sich eine deutliche Mehrheit Transparenz: Zwei Drittel der Bevölkerung ab 16 Jahre sprechen sich dafür aus, KI-generierte Musik eindeutig zu kennzeichnen. Das zeigt eine neue bevölkerungsrepräsentative Umfrage des Deutschen Musikinformationszentrums (miz), die vom Institut für Demoskopie Allensbach durchgeführt wurde. Der vollständige Ergebnisbericht steht unter miz.org zur Verfügung. [16.09.2026]
Schnäppchen-Alarm: 3 komplette Quartettabende für eine Eintrittskarte
Das Finale der Streichquartette im 75. Internationalen Musikwettbewerb der ARD
Folgende Auswahl zu interpretierender Werke stand den drei Finalisten offen: je eines der sechs Streichquartette von Béla Bartók sowie der mittleren und späten Quartette Beethovens für die russischen Fürsten Rasumowsky (Op. 59) oder Galitzin (Opp. 127, 130 und 132) nebst Op. 131 oder eines der drei letzten Quartette Franz Schuberts. Da der Quartettsatz Schuberts bereits Pflichtprogramm im Semifinale war und man nur als Spitzenquartett gelten kann, wenn man auch die „großen Beethovens“ beherrscht, war es von vornherein klar, dass Letzterer das Rennen machen würde. Da alle drei Quartette komplett unterschiedliche Programme spielten, blieb dem Publikum der Worst Case mit dreimal demselben Beethoven und Bartók erspart. [13.09.2026]
Für das „große Finale“ hatten die Teilnehmer die Auswahl zwischen dem sonst auch gern im Semifinale geforderten Mozart-Konzert und einem der beiden größer dimensionierten Konzerte von Carl Maria von Weber oder Johann Nepomuk Hummel. Letztere weisen beide einen Mozart-Bezug auf: Hummel war Schüler des Salzburgers, Weber bekanntermaßen ein Vetter von dessen Frau Constanze. [12.09.2026]
Es hat bisweilen etwas Floskelhaftes, die hohe Leistungsdichte im Teilnehmerfeld beim ARD-Musikwettbewerb zu beschwören. Aber beim Schlagzeug-Semifinale des diesjährigen Wettbewerbs hatte man als Außenstehender auf jeden Fall das Gefühl, dass hier ausnahmslos starke Persönlichkeiten um den Einzug in die letzte Runde spielten. Auch deshalb stellte sich überhaupt keine Langeweile ein, wenn man insgesamt sechsmal Béla BártoksSonate für 2 Klaviere und Schlagzeug von 1937 im Arrangement von Martin Grubinger sen. erlebte. [11.09.2026]
Das Semifinale der letzten sechs im Rennen verbliebenen Streichquartette umfasst beim ARD-Wettbewerb grundsätzlich zwei gut dreistündige Konzerte. Neben der Auftragskomposition Impermanence von Camille Pépin waren der Quartettsatz c-Moll, D 703 von Franz Schubert und eines der mittlerweile 6 Streichquartette von Pēteris Vasks zu gestalten. [11.09.2026]
Alle drei Orgel-Finalisten mussten im Herkulessaal der Münchner Residenz das Orgelkonzert g-Moll für Orgel, Streicher und Pauke von Francis Poulenc spielen. Partner dabei war das Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, das unter der Leitung von Bar Avni, die mit ebenso einfühlsamen wie elegant-suggestiven Gesten dirigierte und alle drei Finalisten gleich engagiert begleitete. [10.09.2026]
Die lettische Mezzosopranistin Elina Garanča feiert am 16. September 2026 ihren 50. Geburtstag. 1976 in Riga geboren, studiete sie an der Musikakademie ihrer Heimatstadt und debütierte noch während ihres Studium 1988 als Giovanna Seymour in Donizettis Anna Bolena. Ihre erstes reguläres Bühnenengagement erfolgte an das Stadttheater Meiningen. 1999 gastierte sie bei den Opernfestspielen von Savonlinna als Maddalena in Verdis Rigoletto und gewann den Mirjam-Helin-Gesangswettbewerb in Finnland. Ihre internationale Karriere nahm Fahrt auf uns führte sie 2005 als Charlotte (Werther) an die Wiener Staatsoper, die sie 2013 mit dem Titel "Kammersängerin" ehrte.