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CD-Besprechung

Naxos 8.550765

1 CD • 60min • 1993

18.06.2007

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 6
Klangqualität:
Klangqualität: 8
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 7

Diese CD ist die Wiederveröffentlichung einer bereits 1993 produzierten Aufnahme. Der Nutzen ist vergleichsweise fragwürdig: Jeremy Summerly hat seinen Kammerchor zwar wohl präpariert; der singt das Werk blitzsauber, dynamisch fein ausgehört und recht beredt, aber ausgesprochen monochrom. Dieser Eindruck wird noch verstärkt durch die Besetzungsentscheidungen: Summerly wählte die Ausgabe der Fassung 1893 von John Rutter (Oxford University Press, 1984), ließ dabei jedoch nicht nur sämtliche in der Partitur als optional bezeichnete Instrumente weg (namentlich 2 Fagotte, 4 Hörner, 2 Trompeten und Pauken), sondern auch die immerhin von Rutter als “essential” bezeichnete Harfe im Sanctus! Das Werk erklingt also ausschließlich mit Orgel, Violinsolo, vier Bratschen und vier Celli – Fauré quasi in schwarz-weiss. Mit einer kompletten Neueinspielung der Rutter-Ausgabe inklusive der hier fehlenden Bläser wäre dem Requiem zweifellos besser gedient gewesen. Leider ließ Naxos auch die Gelegenheit ungenutzt, den alten Booklet-Text von Cris Poslac zu entfernen, der auf diese Umstände natürlich überhaupt nicht eingeht. Derlei Informationen findet der Leser ausschließlich im englischen Teil, den Summerly vermutlich selber geschrieben hat (eine Autorenangabe fehlt). Dies wäre insbesondere deshalb wichtig, weil auch sonst jede Angabe zur gespielten Fassung fehlt, der Käufer mithin glauben könnte, es handele sich um die am weitesten verbreitete Konzertfassung von Rogér-Ducasse. Versöhnlich stimmt allenfalls das von Lisa Beckley anrührend schlicht gesungene “Pie Jesu” (Tr. 4); auch Nicholas Gedge singt das berühmte “Libera” dfferenziert von der Sprache her gestaltet, allerdings ein bisschen fest. Die kleinen Stücke sind durchaus nette Zugaben, machen aber das oben genannte Manko nicht wieder wett. Die Messe Basse für drei Frauenstimmen und Orgel macht hier musikalisch einen besseren Eindruck als das Requiem – auch wenn die lateinische Aussprache des Chores gewöhnungsbedürftig ist.

Dr. Benjamin G. Cohrs [18.06.2007]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Gabriel Fauré
1Requiem c-Moll op. 48 00:36:38
Louis Vierne
8Andantino 00:03:26
Déodat de Séverac
9Tantum ergo 00:03:15
Gabriel Fauré
10Messe basse 00:10:25
11Cantique de Jean Racine op. 11 00:06:30

Interpreten der Einspielung

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