Anzeige

Teilen auf Facebook RSS-Feed Klassik Heute
Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

CD • SACD • DVD-Audio • DVD Video

CD-Besprechung

cpo 777 115-2

1 CD • 60min • 2003

21.09.2005

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 6
Klangqualität:
Klangqualität: 8
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 7

Spätestens seit Reinhard Goebels legendärer Aufnahme der „Dresdner Concerti“ (Archiv-Produktion) ist der Musikwelt bekannt, daß Johann David Heinichen (1683–1729) kein Kleinmeister ist, sondern ein vielseitiger und selbstbewußter Komponist, der ohne weiteres Telemann oder Vivaldi an die Seite gestellt werden kann. Dieser Eindruck bestätigte sich in Hans-Christoph Rademanns Einspielung einiger Messen (Carus) und wird mit der vorliegenden Produktion weiter vertieft. Wie Telemann scheint Heinichen es zu lieben, das Individuelle einer bestimmten Instrumentenkombination herauszuarbeiten. So finden sich hier neben normalen Triosonaten für Oboe, Violine und Basso continuo eine wunderbare Sonate für Oboe, obligate Gambe und Basso continuo oder eine Sonate für Oboe und Fagott, in der das Fagott die Rolle der Baßbegleitung oft abstreift und zum melodiösen Duopartner wird, wie man es auch von Zelenkas Kammermusik kennt.

Diese CD bietet also viele lohnende Entdeckungen, und die Interpretation des deutsch-italienischen Ensembles Epoca Barocca ist im wesentlichen so stilkundig und versiert, wie man es von Musikern erwarten darf, die sich diesem Nischenrepertoire zuwenden. Christoph Lehmann (Cembalo und Orgel), Matthias Spaeter (Erzlaute) und Ilze Grudele (Violoncello) spielen einen lebendigen Generalbaß. Als Gambist wird im Booklet ein bis dato unbekannter Hardwig Roth genannt, während das Foto einen Musiker zeigt, der dem bekannten Gambisten Hartwig Groth zum Verwechseln ähnlich sieht; wie auch immer, er macht seine Sache ebenso ansprechend wie die Geigerin Margarete Adorf. Getrübt wird der Gesamteindruck allerdings durch den Oboisten Alessandro Piqué, der zwar gut artikuliert, aber weder eine perfekte Intonation noch einen umwerfend schönen Ton zu bieten hat. Man kann ahnen, wie gut gerade die Dresdner Bläser gewesen sein müssen, für die Heinichen diese Musik komponiert hat.

Theodor Schliehen [21.09.2005]

Anzeige

Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Johann David Heinichen
1Concerto G-Dur für Oboe, Fagott, Violoncello und Cembalo
2Sonate c-Moll für Oboe, Gambe und B.c.
3Sonate c-Moll für Oboe und Fagott
4Concerto D-Dur für Violine, Gambe und B.c.
5Sonate c-Moll für Oboe, Violine und B.c.
6Sonate g-Moll für Oboe und B.c.
7Sonate H-Dur für Violine, Oboe und Fagott

Interpreten der Einspielung

Vorherige ⬌ nächste Rezension

04.02.2019
»zur Besprechung«

Johann David Heinichen, Flavio Crispo / cpo
"Johann David Heinichen, Flavio Crispo / cpo"

01.03.2001
»zur Besprechung«

 / KammerTon
" / KammerTon"

zurück zur Liste

Das könnte Sie auch interessieren

18.11.2019
»zur Besprechung«

Jean Baptiste Loeillet, Trio Sonatas / cpo
"Jean Baptiste Loeillet, Trio Sonatas / cpo"

28.01.2015
»zur Besprechung«

Johann Gottlieb Janitsch Sonate da Chiesa e da Camera / cpo
"Johann Gottlieb Janitsch Sonate da Chiesa e da Camera / cpo"

21.12.2012
»zur Besprechung«

Gottfried Heinrich Stölzel Quadri di Dresda e Bruxelles / cpo
"Gottfried Heinrich Stölzel Quadri di Dresda e Bruxelles / cpo"

06.06.2012
»zur Besprechung«

Italian Love Cantatas / cpo
"Italian Love Cantatas / cpo"

Anzeige

Klassik Heute - Ihr Klassik-Portal im Internet

Anzeige