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CD-Besprechung

Naxos 8.553768

1 CD • 76min • 1995

02.02.2004

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 7
Klangqualität:
Klangqualität: 7
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 7

Erst mehr als acht Jahre nach der Aufnahme in den Moskauer Mosfilm-Studios kommt diese Produktion auf den Markt. Zu hören sind Werke vom Rande des Repertoires, nicht unbedingt Entdeckungen, aber doch Erweiterungen unseres Bildes von der russischen Musik des 19. Jahrhunderts. Anton Arensky (1861-1906), Komponist, Pianist und Dirigent, studierte Komposition bei Rimsky-Korssakow, der die Begabung seines Schülers erkannte und ihn förderte. Schon mit 22 Jahren wurde Arensky 1883 Professor für Harmonielehre und Kontrapunkt am Moskauer Konservatorium, zu seinen Schülern zählten Scriabin, Rachmaninoff und Glière.

Die drei Suiten sind Beispiele für den klassischen Stil des Komponisten, zeigen seine Verwurzelung in der europäischen wie der russischen Tradition (vgl. Tschaikowsky). In der 1855 entstandenen ersten Suite stellt Arensky einleitenden Variationen über ein russisches Thema bewegte Sätze gegenüber: einen geschmeidigen Walzer im 5/4-Takt, ein sehr pulsierendes, temperamentvolles Scherzo sowie einen kraftvoll-festlichen Marsch. Der an vorletzter Stelle stehende schreitende „Basso ostinato“ war seinerzeit auch als Einzelstück sehr beliebt und trug zum Ruhm des Komponisten bei. Die Suiten Nr. 2 (1892) und Nr. 3 (1894) waren zunächst für 2 Klaviere komponiert und wurden dann instrumentiert. Die zweite Suite macht ihrem Titel Silhouetten alle Ehre, sie ist eine Folge von Charakterbildern und wechselnden Stimmungen. Sie endet mit La Danseuse, einem temperamentvollen spanischen Tanz mit Kastagnetten und Tambourin. Die Suite Nr. 3 besteht aus 9 Variationen über ein kurzes Streicherthema. Hier finden sich Reminiszenzen an Barock und frühe Klassik; an vorletzter Stelle steht ein Nocturne mit dem die Gattung tragenden Instrument Klavier, das wie der ruhige Satz eines von Chopin inspirierten Klavierkonzertes klingt.

Dmitry Yablonsky lotet mit den Moskauer Symphonikern Farben, Kontraste, Details und Stimmungen die Suiten sehr differenziert und subtil aus – ihre . Seine Interpretation zeigt zudem, wie glänzend und brillant Arensky zu instrumentieren vermochte.

Dr. Helge Grünewald [02.02.2004]

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Komponisten und Werke der Einspielung

Tr.Komponist/Werkhh:mm:ss
CD/SACD 1
Anton Arensky
1Suite Nr. 2 op. 23 für Orchester (Silhouettes, 1902)
2Suite Nr. 1 g-Moll op. 7 (1885)
3Suite Nr. 3 op. 33 (Variationen C-Dur)

Interpreten der Einspielung

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