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CD-Besprechung

Verdi

Philips 464 600-2

1 CD • 61min • 1999/2000

01.11.2000

Künstlerische Qualität:
Künstlerische Qualität: 2
Klangqualität:
Klangqualität: 8
Gesamteindruck:
Gesamteindruck: 2

Wenn es eine CD gibt, deren künstlerischer Ertrag nicht einmal den Materialwert eines CD-Rohlings abdeckt, dann ist es diese. Was hier unter dem Titel Andrea Bocelli – Verdi angeboten wird, anläßlich des bevorstehenden 100. Todestags des Komponisten, ist eine Frechheit. Mit Verdi-Gesang hat das monotone, monochrome Addieren von Noten, das Andrea Bocelli hier praktiziert, aber auch nicht das Geringste zu tun. Schon das gesangstechnische Rüstzeug eines leidlich begabten Anfängers geht ihm ab. Die Töne klingen flach, sind vibratoarm und geraten je höher desto plärriger, forcierter und angestrengter – leider erspart uns Bocelli keinen Extremton, bis hin zum schauerlich krähenden hohen d der Herzog-Cabaletta Possente amor mi chiama. Am schlimmsten aber ist das völlig emotionslose, gleichförmige, uniforme Ableiern einer jeden Arie, so als ob der Sänger einen Text in einer Sprache herunterbuchstabieren würde, die ihm völlig fremd ist. Daß sich ein renommierter Dirigent wie Zubin Mehta dazu hergibt, einem solchen Machwerk auch noch musikalischen Flankenschutz zu geben, spricht für sich.

Kurt Malisch † [01.11.2000]

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