Der britische Komponist und Dirigent Sir Peter Maxwell Davies ist am 14. März 2016 im Alter von 81 Jahren gestorben. Er gehörte zu den führenden Komponisten Großbritanniens, sein umfangreiches Œuvre umfasst Kammer- und Chormusik, Bühnenwerke, Sinfonien, Ballettmusik und Filmmusik. Geboren am 8. September 1934 in Salford, studierte er am Manchester College of Music, sowie an der Princeton University, New Jersey, USA und bei Goffredo Petrassi in Rom. Simon Rattle brachte 1978 seine erste Sinfonie zur Urauführung, seine Oper Taverner erlebte 1976 an der Covent Garden Opera in London ihre Premiere. Als Dirigent war er über zehn Jahre lang dem Royal Philharmonic Orchestra London verbunden, ebenso dem BBC Philharmonic Orchestra. Peter Maxwell Davies lebte auf Sanday, einer der Orkney Inseln nördlich von Schottland, wo viele seiner Werke entstanden. Für das St. Mangus Festival, dessen künstlerischer Leiter er von 1976 bis 1986 war, entstand The Martyrdom of St. Mangus, für das Nash Ensemble schrieb er Seven Skies of Winter und ein Streichtrio, das ebenfalls beim Festival uraufgeführt wurde. Von 2004 bis 2014 war er „Master of the Queen′s Music“ und komponierte in dieser Funktion zahlreiche Werke für offizielle Anlässe. Seit einiger Zeit war Peter Maxwell Davies an Leukämie erkrankt, am 14. März 2016 hat er den Kampf gegen die Krankheit verloren.
Franz Benda war ein zu seiner Zeit hoch geschätzter Geiger und Komponist. Er wurde am 22. November 1709 in Alt-Benatek geboren und entstammte einer weit verzweigten böhmischen Musikerfamilie. Bereits in frühester Kindheit war er Chorknabe in einer Jesuitenschule in Prag. Mit zehn Jahren ging er nach Dresden als Kapellchorknabe der Katholischen Hofkirche. Dort lernte er das Violinspiel, für das er später berühmt wurde. Über Wien gelangte er nach 1730 Warschau, wo er die Kapelle eines Kunstmäzens leitete. 1730 konvertierte Benda zum Protestantismus. Auf Empfehlung von J.J. Quantz wurde er 1733 Kapellmeister beim preußischen Kronprinzen Friedrich in Ruppin, später Rheinsberg und gelangte mit dessen Thronbesteigung 1740 nach Potsdam. Die Brüder Johann Gottlieb und Carl Heinrich Graun waren seine ersten Kollegen in der neu gegründeten Hofkapelle. 1742 konnte auch seine Familie nach Berlin übersiedeln und auch seine Brüder Johann, Georg und Joseph, die er unterrichtett hatte, wurden in die Hofkapelle aufgenommen. Benda erwarb sich hohes Ansehen und wurde nach dem Tod von Johann Gottlieb Graun 1771 Konzertmeister, nach dem Tod vonQuantz 1773 der Berater Friedrichs II. in musikalischen Angelegenheiten. Gerühmt wurde vor allem sein berührendes Adagio-Spiel. Seine Spiel- und Lehrweise begründete eine lange fortwirkende Geigen-Tradition. In seinen Kompositionen – überwiegend Werke für die Violine – bemühte er sich, sangbar zu schreiben. Franz Benda starb am 7. März 1786 in Potsdam.