Guck Festspiele 2026 beginnen
Aufführungen in Bayreuth - Nürnberg - Fürth vom 08. bis 23. Mai 2026
Die Gluck Festspiele entdecken im zweijährigen Turnus das musikalische Werk Christoph Willibald Glucks unter der Intendanz des renommierten Alte Musik-Spezialisten Michael Hofstetter mit hohem künstlerischem Anspruch neu. 2026 stehen vom 8.-23. Mai erstmals drei Eigen-Produktionen von Gluck-Opern im Zentrum. Dabei gibt es den Brückenschlag von Glucks Barock-Oper Paride ed Elena (9. Mai, Bayreuth) ins 19. Jahrhundert zur Wagner-Bearbeitung von Glucks Iphigenie in Aulis (8. Mai, Bayreuth), und von der Berlioz-Bearbeitung des Orpheus (17. Mai Nürnberg, 22. Mai Bayreuth) zu Orpheus underground (Fürth, 16. Mai.). Festspiel-Zentren sind Bayreuth mit dem Markgräflichen Opernhaus und dem neuen Friedrichsforum, Nürnberg und Fürth, aber auch Neumarkt, Castell und Lehrberg mit ergänzenden Produktionen.
8. Mai, Bayreuth (neues Friedrichsforum) -
Gluck/Wagner: Iphigenie in Aulis ist die erste Produktion in der neuen Spielstätte Friedrichsforum in Bayreuth. Nur eingefleischte Wagner-Fans wissen um die Existenz des Stücks, haben es aber in den wenigsten Fällen schon auf der Bühne gesehen. Wagner verehrte Gluck und erwies ihm mit seiner Neuorchestrierung und deutschen Übersetzung der «Iphigenie in Aulis» seine Reverenz, wobei er eine musikalische Brücke zwischen der Opernästhetik des 18. und der 19. Jahrhunderts schlug. Die konzertante Aufführung mit Bo Skovhus und Francesca Lombardi Mazzulli in den Titelpartien wird ein zweites Mal am 12. August im Rahmen des 150-jährigen Bayreuther Festspieljubiläums zu sehen sein.
8. Mai, Neumarkt (Reitstadel)
Chor-Konzert mit geistlicher Musik von der Bach-Familie über Gluck bis zur Gegenwart, gestaltet vom Chor des Bayerischen Rundfunks unter Peter Dijkstra.
9. Mai, Bayreuth (Markgräfliches Opernhaus) und 10. Mai, Fürth (Stadttheater)
Gluck: Paride ed Elena ist noch ganz der barocken Tradition verpflichtet, hochkarätig besetzt mit dem männlichen Sopran Samuel Mariño als Paride, Roberta Mameli als Elena und der Akademie für Alte Musik Berlin. 1770 dirigierte Gluck die Uraufführung in Wien und hatte die Partie des Paride seinem Lieblingskastraten Giuseppe Milico auf den Leib komponiert. Erstmals seither wird die Rolle bei den Gluck Festspielen 2026 mit Samuel Mariño nun wieder von einem Mann gesungen. Die Produktion wird auf CD eingespielt.
16. Mai, Fürth (Kulturforum): "Orpheus underground".
Kostia Rapoport, der mit seinen Adaptionen von Live-Elektronik sowohl in der Clubszene wie auch in Klassik-Festivals Zuhause ist, wird gemeinsam mit dem Ensemble Nürnberg Barock eine neue Version des Orpheus mit Einflüssen von Claudio Monteverdi bis Christoph Gluck präsentieren. Mit dieser Produktion setzen die Gluck Festspiele die Bearbeitung von Glucks Orpheus bis ins 21. Jahrhundert fort und spannen eine Brücke vom Originalklang zur zeitgenössischen, elektronischen Musik.
17. Mai, Nürnberg (Historischer Rathaussaal, konzertant) und 22. Mai, Bayreuth (Markgräfliches Opernhaus, szenisch) Gluck/Berlioz Orpheus. Hector Berlioz‘ Fassung trug in der deutschen Übersetzung von Alfred Dörffel die drei Gluck‘schen Orpheus-Opern zusammen. In zentralen Partien sind Valer Sabadus (Orpheus) und Julia Kirchner (Eurydike) zu erleben. Regie führt Annegret Ritzel. Die Produktion gastiert in Folge bei den Musikfestspielen Sanssouci Potsdam (19.6.), im Landestheater Eisenach (20.6.) und beim Ekhof-Festival in Gotha (3. & 4.7).
Ergänzt durch:
9. Mai Fürth, 15. Mai Castell, 16. Mai Lehrberg, 22. Mai Bayreuth: Kammermusik mit Liedern u.a. von Franz Schubert mit Aco Bišćević (Klavier und Gesang) und den Männerstimmen des Tölzer Knabenchors
23. Mai, Bayreuth (Steingräber): Gesangs-Legende Anja Silja wird mit Melodramen und einem Gespräch zu ihrem Leben am 23. Mai 2026 im Steingräber-Haus Bayreuth die Gluck Festspiele 2026 beschließen.
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