Hans Gál
String Quintet op. 106 • String Quartet No. 4 op. 99 • Five Intermezzi op. 10
cpo 555 721-2
1 CD • 81min • 2021
02.03.2026 • 10 10 10
Ich erinnere mich gut, wie ich auf einer CD mit Brahms’ Ungarischen Tänzen in Fassungen für Orchester erstmals den Namen Hans Gál (1890–1987) las – zu Zeiten, als Gáls eigene Musik ein ausgesprochenes diskographisches Schattendasein fristete; präsenter war Gál damals eher noch als Musikwissenschaftler und Herausgeber. Selbst in den späten 2000er Jahren waren es erst einmal alte Rundfunkaufnahmen, die mich mit Gáls Sinfonien bekannt machten. Vor diesem Hintergrund ist die Fülle an CD-Einspielungen mit Musik Gáls, zu der es im Laufe der letzten 25 Jahren gekommen ist, ein Beispiel für eine sehr erfreuliche Entwicklung zu Gunsten eines lange Zeit vernachlässigten Komponisten, der sehr viel Schönes und Hörenswertes geschaffen hat.
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Hans Gál
Serenade op. 46 • Divertimento op. 22b • Music for Strings • Violin Concertino
cpo 555 623-2
1 CD • 75min • 2020, 2021
07.08.2024 • 8 8 8
Hans Gál (1890-1987) – in Wien als Komponist und Musikwissenschaftler ausgebildet und u.a. Mitherausgeber der ersten Brahms-Gesamtausgabe – musste als Jude 1938 nach Großbritannien emigrieren. Zeitlebens blieb er der Brahms-Nachfolge treu und komponierte noch mit neunzig abseits aller modernistischen Strömungen. Seit ungefähr 30 Jahren wird seine konservative, aber emotional wie handwerklich dennoch schätzenswerte Musik gerade auf CD wieder dem Publikum nahegebracht.

