Georg Philipp Telemann
Paris Quartets
Ensemble Barockin'
Raumklang RK 4401/1-3
3 CD • 3h 13min • 2022
07.07.2026 • 10 10 10
In Paris wurde Georg Philipp Telemann nicht als Musikhandwerker, sondern als intellektueller Musiker geachtet. Dort musizierte er während seines achtmonatigen Aufenthalts im Jahre 1737 mit den besten Instrumentalisten und komponierte mit übergroßem Erfindungsreichtum seine Quadri à violino, flauto traversiere, viola da gamba o violoncello und Nouveaux Quatuors TWV 43. Karl Grebe, der ehemalige künstlerische Leiter der Telemann-Gesellschaft und Verfasser einer Telemann-Monografie, konstatierte, dass diese „berühmten Quartette auch bei vielfach wiederholtem Spiel keine Ermüdungserscheinungen zeigen oder bewirken“, und schreibt weiterhin: „In diesen Kompositionen steckt eine beneidenswerte Reserve von Lebenskraft, ein Überschuss, der durch eine glänzende Kompositionstechnik, durch untrügliches Formbewusstsein und durch ein bewundernswertes Gespür für die Sprache der Instrumente kontrolliert wird, unter denen sich das Violoncello endlich einmal selbstbewusst ausleben kann.“
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Johann Sebastian Bach
Musikalisches Opfer BWV 1079
TYXart TXA19136
1 CD • 45min • 2017
18.08.2020 • 10 10 10
Mit springlebendiger Spiellust, mit geistreichem Spielwitz, überbordendem Temperament und trotzdem hochkonzentriert gestaltet das Ensemble Barockin‘, gegründet, geleitet und geradezu angefeuert von der Flötistin Kozue Sato, eines von Bachs rätselhaftesten Werken. Aber gar nicht musikwissenschaftlich trocken, sondern musikantisch, plastisch und überredend-rhetorisch ist Spiel dieses Barockensembles und zeigt Bach sowohl als Melodiker als auch ausgefuchsten Kontrapunktiker, in der Flötensonate sogar als Frühempfindsamen, der seine Söhne hier fast zeitlich überholt. Selten machen musikalische Verrätselungen so viel Hör-Spaß.
