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Texte: Wettbewerbe

Nach 40 Jahren erstmals wieder ein Erster Preis im Fach Orgel

Orgel-Finale beim 60. Int. ARD-Musikwettbewerb

Im Fach Orgel ist vergangenes Wochenende beim 60. Internationalen ARD Musikwettbewerb die Entscheidung gefallen. Von den insgesamt 19 jungen Organisten, die sich dem Urteil der Jury stellten, haben letztendlich vier die Endrunde erreicht. Ort des finalen musikalischen Kräftemessens war die Philharmonie im Müünchner Gasteig, gespielt wurde auf der 1986 erbauten Klais-Orgel. Alle vier Finalteilnehmer nahmen sich des Konzerts für Orgel und Kammerorchester op. 46 Nr. 2 von Paul Hindemith an, begleitet vom Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der einfühlsamen Leitung von Sebastian Tewinkel. Den Vorsitz der international besetzten Jury hatte Sir Simon Preston (Großbritannien). Neben ihm waren Edgar Krapp (Deutschland), Peter Planyavsky (Österreich), Hans-Ola Ericsson (Schweden), Martin Haselböck (Österreich), Daniel Roth (Frankreich), Thomas Trotter (Großbritannien) und Friedemann Winklhofer (Deutschland) als Juroren aufgeboten.

Mit einer souveränen und von großer Musikalität zeugenden Leistung ging der aus Österreich stammende Michael Schöch verdient als Sieger aus der Finalrunde hervor. Ihm wurde zugleich der vom Komponisten selbst vergebene Preis für die beste Interpretation des Auftragswerks zugesprochen. Der bereits mit zahlreichen Preisen ausgezeichnete Michael Schöch wurde 1987 in Innsbruck geboren und studierte zunächst Klavier und Orgel am Tiroler Landeskonservatorium. Später führte ihn sein Weg an die Hochschule für Musik und Theater München, wo er seine Studien bei Gerhard Oppitz (Klavier) und Edgar Krapp (Orgel) fortsetze. Live zu erleben ist der junge Preisträger im Rahmen der Orgelreihe der Bamberger Symphoniker im Jahr 2012. Etwas überraschend wurde der jungen 1989 in Berlin geborenen Organistin Anna-Victoria Baltrusch der zweite Preis zugesprochen. Der bei der Bekanntgabe der Preisträger gegebene Hinweis, dass in die letztendliche Beurteilung auch die Leistungen aus den Vorrunden einfließen, darf wohl auch als Indiz für eine gewisse Unsicherheit innerhalb der Jury gewertet werden. Der dritte Preis ging an den 1980 geborenen und in Neukirchen an der Saar beheimateten Lukas Stallhof, für den es an diesem Tag nicht ganz so gut lief. Seine eher nach außen gekehrte aber in allen Phasen zutiefst durchdachte und engagierte Interpretation von Hindemiths Oeuvre brachte Johannes Lang schließlich noch den Publikumspreis ein.

Josef Manhart [12.9.2011]

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